252 Ausbildungsstellen sind noch nicht besetzt

WAIBLINGEN (aa). Der Waiblinger Agentur für Arbeit wurden von Betrieben und Verwaltungen insgesamt 2896 Ausbildungsstellen gemeldet, 3353 junge Erwachsene fragten bei der Berufsberatung nach Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Rein rechnerisch kommen im Rems-Murr-Kreis auf 100 Ausbildungssuchende in diesem Jahr 86 bei der Arbeitsagentur gemeldete Stellen. „Hierzu ist festzustellen“, so der Leiter der Waiblinger Arbeitsagentur Jürgen Kurz, „dass Unternehmen nicht dazu verpflichtet sind, uns ihre Ausbildungsstellen zu melden. Das Angebot im Bezirk ist daher durchaus größer und Jugendliche nutzen zusätzlich das große Lehrstellenangebot in der gesamten Region Stuttgart oder bevorzugen letztendlich den Besuch einer weiterführenden Schule.“

Rund jeder zweite gemeldete Bewerber nahm nach eigener Auskunft zu Beginn des Ausbildungsjahres eine Ausbildung auf. 762 junge Erwachsene, die bei der Berufsberatung nach einem Ausbildungsplatz gefragt hatten, besuchen mittlerweile eine weiterführende Schule, haben ein Studium oder ein Praktikum begonnen. 270 weitere haben anstelle der anfänglich angestrebten Ausbildung eine Arbeit angenommen, 109 haben sich für den Beginn eines sozialen Dienstes entschieden. 60 Ausbildungssuchende, die bisher noch keine Ausbildungsstelle finden konnten, nehmen inzwischen an einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Arbeitsagentur teil, um sich im nächsten Jahr mit deutlich besseren Chancen erneut auf die Suche zu machen. 34 Jugendliche haben derzeit weder eine Stelle noch eine Alternative für den Berufsstart, für diese werden die Vermittlungsaktivitäten intensiv fortgesetzt. Über zehn Prozent der Bewerber haben trotz Nachfrage noch keine Angaben zum aktuellen Stand ihrer Suche gemacht, so die Arbeitsagentur. Bis Ende September konnten über 90 Prozent der für dieses Ausbildungsjahr im Bezirk gemeldeten Ausbildungsstellen besetzt werden. Für 252 Angebote konnten bislang noch keine geeigneten Interessenten gefunden werden. Auch in diesem Jahr sind vor allem im Handel, im Friseur- und Fleischerhandwerk und in Kfz-Berufen noch zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt. Kurz fordert Unternehmen auf, auch vermeintlich Schwächeren eine Chance zu geben, anstatt die Ausbildungsstelle unbesetzt zu lassen. Ausbildungsbetrieben und ihren Auszubildenden bietet die Agentur für Arbeit verschiedene Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel ausbildungsbegleitende Hilfen oder Berufsausbildungsbeihilfe, um eine erfolgreiche Ausbildung zu gewährleisten.

Auszubildende mit besonderem Unterstützungsbedarf bekommen im Rahmen der Assistierten Ausbildung (ASA) individuell angepassten Förderunterricht und Unterstützung bei persönlichen Problemen. Darüber hinaus wird dem ausbildenden Unternehmen Entlastung bei der Durchführung und Organisation der Ausbildung angeboten. Unternehmen, die sich informieren oder eine Ausbildungsstelle melden möchten, erhalten weitere Informationen beim Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter unter der Nummer 0800/4555520 oder per E-Mail an waiblingen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.

Auch wenn der offizielle Ausbildungsstart bereits vorbei ist, besteht bis Ende des Jahres durchaus noch die Möglichkeit, in das laufende Ausbildungsjahr einzusteigen. Wer noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle ist, sollte sich daher umgehend über die Hotline 0800/4555500 oder per E-Mail an waiblingen.151-u25@arbeitsagentur.de mit der Berufsberatung in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren.

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<p>              Eine solide Ausbildung ist Gold wert: Muhammed Gül (links) und Ricardo Azevedo im Backhaus der Bäckerei Mildenberger. Archivfoto: A. Becher<br />
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