Backnanger Kreiszeitung

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  • Von Heiko Schmidt

    Die Fußballer der TSG Backnang wollen endlich in die zweite Saisonhälfte in der Oberliga starten. Nachdem die Begegnung am vergangenen Samstag beim Göppinger SV aufgrund des starken Schneefalls kurzfristig ausgefallen war, soll nun morgen das Heimspiel gegen den FC Nöttingen ausgetragen werden. Los geht es um 15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in den Etzwiesen.

    Die Backnanger hatten unfreiwillig eine Woche mehr Zeit, um sich auf das erste Pflichtspiel nach der Winterpause vorzubereiten. Und das hat es in sich. Der FC Nöttingen stellt sich in der Murr-Metropole vor. Die Gäste sind aus der Regionalliga abgestiegen und mischten lange Zeit ganz vorne mit. Inzwischen fielen die Badener zurück. Sie stehen mit 32:27 Toren und 29 Punkten aus 17 Begegnungen lediglich auf Rang neun. Zwei Plätze dahinter befinden sich die Backnanger. Sie haben 27:35 Treffer und 22 Zähler aus 18 Partien geholt. Diese Bilanz wollen die Schützlinge von Trainer Beniamino Molinari morgen verbessern, um dem angestrebten Ligaverbleib ein Stück näher zu kommen. Doch die Aufgabe gegen Nöttingen wird nicht einfach. Das zeigte die 1:4-Niederlage in der Vorrunde. „Da war für uns auf jeden Fall mehr drin gewesen“, erinnert sich Marc Erdmann, Ressortleiter für die erste TSG-Mannschaft. Deshalb rechnen sich die Gastgeber auch morgen etwas aus. Die Aussichten sind auch gut, dass die Partie in den Etzwiesen ausgetragen werden kann. Der Kunstrasenplatz ist schneefrei. Sollte es wie laut Wetterprognosen trocken bleiben, dann stünde der Austragung der Begegnung eigentlich nichts mehr im Wege.

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  • Von Lorena Greppo

    Gut ein Jahr sind Sie nun schon kommissarischer Bürgermeister – sind Sie froh, Ihren „Zweitjob“ bald los zu sein?

    So würde ich es nicht sagen. Ich habe es sehr gerne gemacht und habe auch eine Verpflichtung darin gesehen. Ich bin seit fast 25 Jahren erster Stellvertreter des Bürgermeisters, das war über zwei Jahrzehnte eine angenehme Aufgabe, überwiegend im repräsentativen Bereich. In den letzten zwei, drei Jahren war es etwas heftiger. Herr Reber ist ja erstmals Ende 2014 ausgefallen, da war es für ein halbes Jahr. Die damalige Situation war für mich aber anders als jetzt.

    Inwiefern?

    Zum einen, weil es genau in die Zeit gefallen ist, als ich neu zum Landtagspräsidenten gewählt wurde und dort also eine völlig andere, neue Aufgabe übernommen habe. Gleichzeitig kam es zu dem krankheitsbedingten Ausfall von Herrn Reber. 2014 sind wir das als Gemeinderat und -verwaltung noch anders angegangen, weil wir zunächst ja nicht wussten, wie schwer er erkrankt war und wie lange das Ganze dauern würde. In diesem ersten halben Jahr haben wir im Grunde genommen versucht, die Aufgaben der Verwaltung, soweit sie vorgegeben waren, am Laufenden zu halten. Wir haben keine neuen Projekte angestoßen. Als Herr Reber Anfang 2017 erneut erkrankte, habe ich im Gemeinderat gesagt: Wir müssen es dieses Mal anders machen. Wir mussten ja davon ausgehen, dass es wieder mindestens ein halbes Jahr dauern wird. Wir mussten nicht nur die anstehenden Aufgaben erledigen, sondern auch neue Projekte angehen und weiterentwickeln. Somit können wir auch sagen, dass wir in Oppenweiler keinen Stillstand gehabt haben.

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  • Von Ingrid Knack

     
     
     
     
     
     
     

    BACKNANG. Dark Wave. Da denkt man an Musik oder Mode, an die Gothic-Szene, an popkulturelle Phänomene, an das Vampirfilm-Revival oder an zahlreiche Hollywood-Blockbuster, in denen gruselig-lustvoll mit dem Horror gespielt wird. Doch auch in der aktuellen bildenden Kunst gibt es eine Schwarze-Romantik-Strömung. Wobei es freilich nicht neu ist, dass sich Künstler unterschiedlicher Genres mit den Mächten der Finsternis befassen. Bereits seit dem 18. Jahrhundert finden wir in der Kunst derart Abgründiges. „Schwarze Romantik: Von Goya bis Max Ernst“ hieß eine Sonderausstellung, die 2012 im Frankfurter Städel-Museum gezeigt wurde. Scharen von Schaulustigen haben sich die Exponate aus der Geisterbahn der Kunstgeschichte angeschaut.

    Das Besondere an der vom Berliner Künstlerhaus Bethanien konzipierten und von Christoph Tannert kuratierten Wanderausstellung ist, dass die zeitgenössischen Tendenzen der Schwarzen Romantik in der bildenden Kunst zuvor noch nicht so umfassend präsentiert wurden. Die Schau war passenderweise zuerst im Nationalen Kunstmuseum in Bukarest zu sehen – Rumänien und der Dracula-Mythos sind untrennbar miteinander verbunden. Weitere Ausstellungsorte waren die Stadtgalerie Kiel und das Künstlerhaus Bethanien in Berlin. Nach der Station Backnang geht die Schau nach Bregenz. Und dann nach Prag, in das Zentrum der Schwarzen Magie. Filmkurator ist Robert Seidel.

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  • Von Bernd S. Winckler

    KAISERSBACH/WELZHEIM. Im Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht gegen einen 20-Jährigen, der auf der Kreisstraße zwischen Welzheim und Kaisersbach beim Schillinghof einen 23-jährigen Mann überrollt und tödlich verletzt haben soll, hatte gestern der Kraftfahrzeug-Unfallgutachter das Wort. Nach seinen Ausführungen überfuhr der Angeklagte mit dem geländegängigen Wagen das Opfer frontal und durchgehend.

    Die Richter der 2. Großen Strafkammer in Stuttgart befassen sich mit diesem außergewöhnlichen Verkehrsfall seit dem 7. Februar. Die Anklage lautet auf versuchten Mord, fahrlässige Tötung und Verkehrsunfallflucht sowie Trunkenheit im Verkehr. Der 20-Jährige soll betrunken und nach Drogenkonsum auf der Kreisstraße zwischen Welzheim und Alfdorf – beim Schillinghof – das auf der Straße liegende, ebenfalls betrunkene Opfer überrollt haben und einfach weitergefahren sein (wir berichteten).

    Dass ein schlafend auf der Straße liegender Mensch ein solches Überrollen nicht überleben kann, davon ist der Sachverständige zusammen mit der Gerichtsmedizinerin überzeugt.

    Allein der Aufprall mit der Vorderseite des Fahrzeugs muss den Kopf des Opfers getroffen haben. Auf der Straße fand der Gutachter Haarbüschel, was auf schwere Kopfverletzungen hindeutet. Weiter stellte der Sachverständige anhand der sichergestellten Spuren fest, dass das Unfallfahrzeug zwar im oberen Bereich recht unbeschädigt geblieben war, jedoch die Unterseite mit dem Motor schwer beschädigt wurde.

    Der Mann muss schlafend

    auf der Straße gelegen haben

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  • Von Kornelius Fritz

    Ja, ich gebe es zu: Ich hatte vor dieser Woche wirklich Respekt. Schokoriegel, Kekse und Gummibärchen sind für mich seit vielen Jahren lieb gewonnene Alltagsbegleiter. Mit reichlich Sport gelingt es mir bisher zwar trotzdem, mein Gewicht zu halten, aber dass so viel Süßes nicht gesund sein kann, wird mir klar, wenn ich in der Buchhandlung Titel wie „Pur, weiß, tödlich: Warum der Zucker uns umbringt“ entdecke.

    Die BKZ-Fastenstaffel ist ein guter Anlass, mit der schlechten Gewohnheit zu brechen. Bevor ich meine Fastenwoche beginne, muss allerdings noch geklärt werden, was überhaupt als Süßigkeit gilt: Bei Schokolade und Fruchtgummi ist die Sache klar, aber wie sieht es mit Kuchen, Pudding und Nutella aus? Alles verboten, entscheiden die strengen Kollegen. Lediglich das Marmeladenbrot zum Frühstück und vielleicht ab und zu ein Fruchtjoghurt werden mir gnädigerweise gestattet. Um mich auf die harte Zeit vorzubereiten, befrage ich vorher noch Dr. Google. Der empfiehlt den Artikel „7neue Tricks gegen Heißhunger auf Süßes“, den ich augenblicklich verschlinge. Wobei ich doch gewisse Zweifel an der Wirksamkeit mancher Tipps habe. Unter anderem empfiehlt der Autor, ich solle die ungesunden Lebensmittel mit „unappetitlichen Bildern und negativen Emotionen“ verbinden. So soll ich mir zum Beispiel vorstellen, die Schokolade sei verschimmelt und die Gummibärchen in den Matsch gefallen. Ob das hilft?

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  • WAIBLINGEN (pol). Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich als Polizisten ausgeben. Einen schier unglaublichen Fall hat es Anfang dieser Woche in Waiblingen gegeben, als wieder ein falscher Beamter eine ältere Frau anrief und, wie dies schon aus gleich gelagerten Fällen bekannt ist, über ihre Vermögenswerte ausfragte. Er beendete das Gespräch jedoch ohne Geldforderungen und gab stattdessen einige schlaue Tipps. Die Frau hatte aber Verdacht geschöpft und, wie empfohlen, über Notruf die echte Polizei verständigt, um den Vorfall zu schildern. Im Gespräch wiesen die Beamten nochmals eindringlich auf die Gefahren derartiger Betrugsmaschen hin.

    Wenig später erhielt die betagte Frau erneut einen Anruf der falschen Polizei. In der Annahme, nach der telefonischen Anzeigenerstattung nun mit der echten Polizei zu sprechen, ließ sich die Frau täuschen. Die falschen Polizisten warnten ihr Opfer sogar selbst nochmals eindringlich vor den dreisten Betrügern und kündigten auch an, dass sich die Gauner erfahrungsgemäß in Kürze wieder bei ihr melden würden. In dem vorgetäuschten Beratungsgespräch vereinbarte die Frau mit den falschen Polizisten, auf die Forderungen der Betrüger mit dem Ziel einzugehen, dass diese später bei der Geldabholung auf frischer Tat festgenommen werden.

    Gesagt, getan: Beim nächsten Anruf der Betrüger ließ sich das Opfer auf den Deal ein, 3500 Euro auf der Bank abzuheben und in die Türkei zu transferieren. Mit ihrem Sohn zusammen fuhr das Opfer zur Bank und holte die Summe, um sie letztlich in Fellbach über Moneygram ins Ausland zu transferieren. Ein schlechtes Bauchgefühl hinderte sie letztlich, ihr Vorhaben abzuschließen. So kam es glücklicherweise zu keinem Schadensfall.

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  • Von Florian Muhl

    WEISSACH IM TAL. Zunächst lädt Jürgen Hestler Mitglieder und Gäste zu Sekt und Selters ein. Der Anlass ist ein erfreulicher: der SPD-Kreis- und Ortsvereinsvorsitzende heißt zwei neue Mitglieder willkommen. Zwei Männer sind’s, der eine, aus beruflichen Gründen verhindert und 37 Jahre alt, der andere im Seniorenalter. Beide, so schmunzelt der Vorsitzende, hätten ihm versichert, auch nach der Abstimmung über den Koalitionsvertrag mit der Union Parteimitglied bleiben zu wollen.

    Für den Abend hat Hestler, der selbst seit über 40 Jahren den Sozis angehört, einiges vorbereitet. So ist er, so kennt und schätzt man ihn. Zunächst bittet er die Versammelten zu einer Art Tendenz-O-Meter. Auf den Boden hat der 67-Jährige einen etwa vier Meter langen Klebestreifen geklebt, an einem Ende ein lachendes Smiley, am anderen Ende ein trauriges, in der Mitte ein „Ich-weiß-nicht-Smiley“. Wer will sich in der GroKo-Frage wo positionieren? Die erste Tendenz zeigt: Mehr als die Hälfte der Mitglieder, aber noch keine Zweidrittelmehrheit, stellen sich in der Nähe des freundlichen Smileys auf.

    „Wenn ich mitgestalten will, muss ich auch mitregieren“, lautet die Erklärung eines jungen Mannes, der für die Große Koalition (GroKo) stimmen wird. Ein anderer wird dagegen stimmen, „weil die SPD nicht nur inhaltliche Probleme hat, sondern auch an Glaubwürdigkeit verlieren würde“. Einer, der sich etwa in der Mitte beim „Ich-weiß-nicht-Smiley“ hingestellt hat, sagt: „Ich war anfangs gegen die GroKo, aber meine Position hat sich geändert. Ich bin sozusagen von 49 auf 51 Prozent gerutscht. Auch deshalb, weil im GroKo-Vertrag so viel Sozialdemokratisches steckt, dass es sich lohnt.“

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  • Von Hans-Christoph Werner

    BACKNANG. Es ist an einem Augustabend des vergangenen Jahres. Gegen 23 Uhr ist eine Gruppe Jugendlicher in Backnang entlang des Murrufers unterwegs. Man hat etwas getrunken und ist unschlüssig, wie es weitergehen soll. Da treffen die vier jungen Frauen und der eine junge Mann, alle zwischen 16 und 17 Jahren alt, auf zwei Herren reiferen Alters. Man kommt ins Gespräch. Und die jungen Leute erfahren auch einiges von ihrem Gegenüber: dass der 32-Jährige aus Köln stammt, momentan in Steinbach wohnt und auch, in welchem Betrieb er seinen Lebensunterhalt verdient.

    Der gebürtige Kölner, der als Angeklagter vor dem Backnanger Amtsgericht steht, gibt die Begegnung freimütig zu. Die Jugendlichen hätten ihn sodann nach Drogen gefragt, ihm einen Zwanzigeuroschein als Vorauskasse geradezu aufgedrängt. Er sei mit dem Geldschein verschwunden und nicht wiedergekommen. Die Jugendlichen erzählen die Sache andersherum. Dieser Mann habe ihnen „Pep“, also Amphetamine, angeboten. Wobei der Anbieter die Wirkung des Mittelchens wärmstens empfahl. Die Jugendlichen lehnten ab und man trennt sich. Den jungen Leuten ist die Begegnung nicht ganz geheuer. Sie informieren die Polizei. Ein Polizeibeamter nimmt sich der Sache an und vernimmt in den Folgetagen jeden Einzelnen der Gruppe. Durch die Angaben, die der Unbekannte gegenüber den Jugendlichen gemacht hat, wird dieser ermittelt. Aus der nächtlichen Begegnung wird für den 32-Jährigen eine Anklage wegen Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige.

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  • Von Uwe Flegel

    Eng war fast jede der sieben Partien zwischen der SG Sonnenhof und dem VfL Osnabrück. Nur ein einziges Mal trennte die Kontrahenten mehr als ein Treffer. Im Oktober 2014 gewann der VfL den ersten Vergleich beider Vereine mit 2:0. Seitdem gab zwei spektakuläre Unentschieden (2:2 und 3:3), zwei 1:0-Erfolge für Aspach und zwei 1:0-Siege für Osnabrück. Einer davon resultiert aus der Vorrunde und war bislang der einzige Auswärtssieg im direkten Duell des Ex-Bundesligisten aus der viertgrößten Stadt Niedersachsens mit der Elf aus der kleinsten Gemeinde im deutschen Profifußball.

    Aspachs Trainer Sascha Hildmann weiß um die Schwere, die auf seine Mannschaft zukommt. Er erinnert daran, dass der VfL an der Bremer Brücke seit Oktober ungeschlagen ist und sich mit einem guten Lauf nach der Winterpause im Tabellenkeller etwas Luft verschafft hat. Mit 29 Punkten liegt die Mannschaft von Coach Daniel Thioune, der Anfang November VfL-Legende Joe Enochs auf der Trainerbank ablöste, als 16. allerdings vier Zähler hinter der SG Sonnenhof, die nach der Winterpause noch ohne Sieg und damit auf Rang elf abgerutscht ist.

    Vor allem auswärts gab es für Aspach in diesem Jahr noch nichts zu holen. In Zwickau wurde 0:2 und in Aalen 1:4 verloren. Wenigstens gab es in den Heimspielen gegen Paderborn (1:1) und Jena (0:0) zwei Teilerfolge. Und: Dabei passten auch die Leistungen, wie Hildmann mit Rückblick auf den Punkt gegen Carl Zeiss Jena erzählt. Zwar hatte er sich gegen den Aufsteiger aus Thüringen einen Dreier erhofft, „aber aufgrund der Bedingungen und der knapp 45 Minuten in Unterzahl war der Punktgewinn ein Erfolg und die Mannschaft hat sich diesen mit großem Einsatz erkämpft“.

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  • Von Alexander Hornauer

    Die Gastgeber des TVB 1898 Stuttgart führten im Duell der klassenhöchsten Rems-Murr-Teams beständig und entwickelten im Angriff erwartungsgemäß mehr Durchschlagskraft. Allerdings vermochte auch der Außenseiter aus dem Murrtal, einige Nadelstiche zu setzen, lag nach 25 Minuten nur 8:12 und nach 35 Minuten mit 11:16 hinten. Anschließend scheiterten die Gäste dann häufig am starken Weltmeister Johannes Bitter im TVB-Tor. Der Bundesligist entwickelte zunehmenden Torhunger und setzte sich auf 26:16 ab. Der HCOB traf vor allem durch Konter und über die Außen, ehe Bittenfelds Sascha Pfattheicher für den 32:18-Endstand sorgte. Wichtig: Hüben wie drüben gab es keine Verletzten.

    Der gestrige Vergleich zwischen dem Dritt- und dem Erstligisten in der Scharrena kam sehr kurzfristig zustande. TVB-Trainer Jürgen Schweikardt, der dieser Tage den zuletzt glücklosen Ex-Weltmeister Markus Bauer abgelöst hatte, suchte nämlich einen Testspielgegner, um seinem Team im Vorfeld der im Abstiegskampf richtungsweisenden Bundesliga-Auswärtspartie bei der TSG Friesenheim nochmals Spielpraxis zu verschaffen. Da passte gut ins Konzept, dass die HCOB-Handballer am Wochenende spielfrei sind. Trainer Matthias Heineke meinte: „Wir haben uns gefreut, gegen einen Erstligisten spielt man nicht jeden Tag. Für meine Spieler war es eine Erfahrung, und wenn es den Bittenfeldern hilft, am Sonntag erfolgreich zu sein, dann hatten alle etwas davon.“

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  • Von Bianca Walf

     

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  • Von Yvonne Weirauch

    BACKNANG. Es ist kurz vor 10 Uhr und im Wartezimmer der Tierarztpraxis von Sabrina Hohberg maunzt, miaut und bellt es. Am frühen Morgen hatte schon das ein oder andere Herrchen angerufen und einen Notfall angemeldet. „Wir haben die Termine so alle Viertelstunde getaktet“, sagt Sabrina Hohberg. Die 37-Jährige hat die Praxis im vergangenen Jahr von Dr. Michael Trah übernommen und hat an diesem Wochenende ihren ersten Tierarztnotdienst in Backnang vor sich.

    Erste Patientin: Kiara. Sie hat Durchfall. „Die Beschwerden hat sie schon seit Monaten, mal mehr, mal weniger. Jetzt soll die Frau Doktor mal gucken, gell Kiara?“, das Backnanger Ehepaar hat seine zwölfjährige Katze in einer Kiste transportiert. „Es ist so wichtig, dass es einen Tiernotfalldienst gibt“, sagt das Frauchen. Tierklinken seien zwar wichtig, aber für solche „kleinen Dinge“ ist ein Tierarzt vor Ort das Richtige. Und außerdem: „Solch eine Kiste, eine lange Autofahrt – da bekommen die Tiere ja noch mehr Panik als nötig. Deshalb ist ein Arzt in der Nähe immer von Vorteil.“

    Sabrina Hohberg untersucht die maunzende Kiara gründlich. Blut wird abgenommen, eine Infusion verabreicht. „Dann wird sich das beruhigen“, sagt die Tierärztin. Im Wartezimmer wartet schon der nächste Patient: Benny. Der Kater sei morgens mit einer dicken Pfote nach Hause gekommen, berichten die Besitzer: „Wahrscheinlich gab es eine Keilerei.“ Spritze, Antibiotikum und Pfote versorgt – Benny blickt aus seiner Katerkiste etwas müde, aber zufrieden drein.

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  • Von Paul Morat

    WINNENDEN. In sieben Fällen hatten sie geholfen, andere aus einer Gefahr zu retten oder Straftaten aufzuklären. Unter den Leitsprüchen „Hinschauen statt wegsehen“ sowie „Einmischen und helfen statt Gleichgültigkeit“ übergaben Claudia Maurer-Bantel, Andrea Palm und Klaus Auer von der Initiative die Auszeichnungen. Jedoch wollten nur drei der sieben Genannten diese persönlich annehmen. „Diese Bescheidenheit akzeptieren wir natürlich, möchten aber trotzdem die positiven Beispiele nochmals in Erinnerung rufen“, so Auer.

    Zu Beginn wurde Abdessamad El Malyani für sein Einschreiten am 2. Februar letzten Jahres ausgezeichnet. Er hatte beobachtet, wie ein 14-Jähriger in Waiblingen versuchte, einer 17-Jährigen die Handtasche zu entreißen. El Malyani verfolgte den Täter zu Fuß und konnte ihn stellen. „Ich hätte auch Hilfe erwartet, wenn das Mädchen meine Schwester oder Tochter gewesen wäre“, erinnert sich der junge Mann. Er habe der Bestohlenen einfach helfen müssen.

    Die Konfrontation mit dem Täter sei ruhig verlaufen. „Ich habe gesehen, dass er große Angst hatte. Ich konnte ihn ohne Aufregung fassen und dann der Polizei übergeben“, sagt El Malyani. „Solche Leute wie Sie brauchen wir mehr, leider gibt es davon viel zu wenige“, kommentierte Andrea Palm.

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  • Von Lorena Greppo

    BACKNANG. „Alle wollen eine bessere Internetverbindung, aber niemand will den Mast“, bringt der Heininger Ortsvorsteher Leonhard Groß das Dilemma auf den Punkt. Der Mast, das ist eine 28,5 Meter hohe Funkübertragungsstation, die von der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG), eine Tochtergesellschaft der Telekom AG, am Erlenwäldchen in Heiningen gebaut werden soll. Der Antrag hierfür wurde bereits im Januar 2017 gestellt und dem Ortschaftsrat im Mai 2017 vorgestellt. In Kürze werde die Stadt dem Unternehmen die Baugenehmigung erteilen, erklärt der Leiter des städtischen Baurechtsamts, Helmut Wagner. „Wir haben von Anfang an alle Träger öffentlicher Belange beteiligt“, sagt Wagner. Das seien unter anderem das Regierungspräsidium, aber auch Naturschützer.

    Anfangs habe die Planung der DFMG einen gut 35 Meter hohen Antennenmast vorgesehen, daraus habe sich aber aufgrund der Nähe zum Landeplatz in Heiningen ein Problem ergeben. „Gerade in diesem Gebiet kreisen die Flieger oft vor der Landung“, erklärt Wagner. Das Unternehmen habe deshalb die Höhe der Station auf 28,5 Meter reduzieren müssen. So hoch sind auch die Masten der Hochspannungsleitungen, die ganz in der Nähe stehen. Damit sei das Regierungspräsidium einverstanden gewesen, und auch die anderen Beteiligten hätten keine Vorbehalte gegen das Vorhaben vorgebracht.

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  • GROSSERLACH. Ein Sachschaden in Höhe von rund 15000 Euro ist am Dienstagabend bei einem Unfall in Großerlach entstanden. Ein 37-jähriger Lenker eines Ford Transit befuhr laut Polizeiangaben die Liemersbacher Straße und beabsichtigte, in die Mainhardter Straße einzubiegen. Hier übersah er einen vorfahrtsberechtigten Lastwagen und stieß mit diesem zusammen.

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  • Von Uta Rohrmann

    BACKNANG.Schon eine Viertelstunde vor Beginn des 206. Altstadtstammtisches des Heimat- und Kunstvereins Backnang waren die meisten Plätze im Helferhaus belegt, die letzten Besucher fanden auf den Treppenstufen noch einen Sitzplatz. Der Vortrag von Dr. Jakob Eisler von der Evangelischen Landeskirche zum Thema „Die württembergischen Templer und ihr Beitrag zur Industrialisierung und Landwirtschaft im Heiligen Land“ stieß bei den rund 80 Zuhörern auf großes Interesse. Mit seinen klaren und kurzweiligen Ausführungen, veranschaulicht durch zahlreiche historische Bilder seiner Powerpoint- Präsentation, gelang es Eisler, die Teilnehmer in erstaunliche Entwicklungen in Palästina mit hineinzunehmen, die ihre Blütezeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs hatten.

    Doch alles begann nicht im Nahen Osten, sondern im Kirschenhardthof (Burgstetten), der „Weltzentrale“ der Templer seit 1856, so Eisler. Die Gruppe um Christoph Hoffmann, Tübinger Theologe und Abgeordneter des ersten deutschen Parlamentes 1848/49, die im weitesten Sinn den pietistischen Strömungen Württembergs zugerechnet werden könne, habe die Idee verfolgt, einen „geistigen Tempel in Jerusalem“ zu gründen. 1868 begann die Auswanderung, zunächst mit den Vorreitern Hoffmann und Georg David Hardegg in Haifa, damals Teil von Großsyrien.

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  • BACKNANG (pm). Auch wenn die renovierte Pauluskirche schon seit einigen Wochen wieder in Benutzung ist, steht die offizielle Wiedereröffnung noch aus. Das wird am kommenden Sonntag nachgeholt: Der Festgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde Waldrems-Maubach-Heiningen beginnt um 10.15 Uhr. Musikalisch gestaltet wird dieser vom Kirchenchor und einem Instrumentalensemble. Im Anschluss stehen Grußworte, eine Präsentation der Baumaßnahmen und Dankesworte auf dem Programm. „Das ist uns als Kirchengemeinde sehr wichtig“, betont Pfarrer Jörg Hapke, „denn die am Bau Beteiligten haben sehr gut zusammengearbeitet und sogar dafür gesorgt, dass die Kirche an den Weihnachtstagen in benutzbarem Zustand war.“ Neben dem Architekturbüro Nussbaum und den Handwerksbetrieben aus der Region hätten auch die Mitglieder der Kirchengemeinde viele Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet, und so die Kirchenrenovierung zu einem Gemeinschaftsprojekt gemacht, berichtet Hapke.

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  • Von Uwe Flegel

    „Wir greifen die letzten vier Wochen noch mal richtig an.“ Pitt Richter und seine Mannschaft sind hoch motiviert, den sofortigen Wiederabstieg aus der vierthöchsten Spielklasse zu vermeiden. Dafür lassen er und seine Partnerin im Trainerteam, Birgit Sterzel, die TSG-Mädels dreimal pro Woche schwitzen und vor allem üben, üben, üben. Einen Zähler gilt es für den Neuling aus dem Murrtal im Abstiegskampf gegenüber den Kontrahenten DJK Schwäbisch Gmünd und VC OffenburgII noch aufzuholen. Am besten schon kommenden Sonntag, wenn Spielführerin Lisa Sipple und ihre Mitstreiterinnen ab 16 Uhr beim abgeschlagenen Schlusslicht VSG Ettlingen/Rüppurr gastieren. Richter weiß um die Bedeutung des Duells bei den als Absteiger bereits feststehenden Badenerinnen: „Die Partie ist vorentscheidend, wollen wir am Ziel Ligaverbleib dranbleiben.“

    Und das wollen die Backnangerinnen. „Unser Ziel ist auf jeden Fall, zum Abschluss in Offenburg noch ein Endspiel zu haben“, erklärt Richter und hofft insgeheim, dass seine Mannschaft in den beiden vorherigen Begegnungen so punktet, dass es aufs letzte Saisonspiel gar nicht mehr ankommt. Damit der drittletzte Platz vorzeitig abgesichert ist, muss es für die TSG in den Vergleichen mit dem Tabellenletzten aus der Karlsruher Ecke sowie im Heimspiel gegen den Tabellendritten Tübingen jedoch optimal laufen. Dagegen darf wenigstens für einen der zwei Kontrahenten punktemäßig so gut wie nichts mehr gehen. Das weiß Richter, das wissen seine Spielerinnen. Unmöglich ist es aber nicht, und deshalb hofft Richter: „Es wäre super, wenn wir’s vor Offenburg richten können.“

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  • (pm). 492 Sportakrobaten aus insgesamt 18 Nationen zeigten beim Flandern-International-Acro-Cup im belgischen Puurs Sportakrobatik der Spitzenklasse. Auch die beiden Trios Annica Braun/Leonie Fritz/Stefania Frank und Lena Holdefer/Kira Winter/Lenia Hofmann von der SKG Erbstetten starteten bei diesem Wettbewerb und stellten sich der internationalen Konkurrenz.

    Holdefer/Winter/Hofmann zeigten bei den Junioren zwei schöne und ausdrucksstarke Übungen. In der Disziplin Dynamik gelangen alle Elemente gut. Der 24. Platz war in diesem großen und internationalen Starterfeld eine tolle Leistung. Mit der Balance-Übung konnte sich das Trio noch steigern und erreichte den 20. Rang. Als bestes deutsches Trio in ihrer Altersklasse positionierten sie sich in der Gesamtwertung auf Platz 21.

    Braun/Fritz/Frank hatten hingegen nicht so gute Tage erwischt. Die neunjährige Stefania Frank war von der großen Anzahl von Spitzensportlern aus der ganzen Welt ziemlich eingeschüchtert. Der Druck eines so hochrangigen internationalen Wettkampfes war für sie wohl noch zu groß. So konnte die SKG-Sportlerin in der Balance-Übung ihren Handstand nicht lange genug halten. In der Dynamik-Übung gelang ihre sonst so sichere Sprungbahn nicht. Erheblicher Punktabzug ließ dem Team nur eine Platzierung im hinteren Bereich zu.

    Beide SKG-Trios sind nach diesem Wettkampf hoch motiviert und möchten den Weltklassesportlern nacheifern. Nun heißt es, weiter fleißig trainieren, um die Übungen noch zu perfektionieren. In knapp zwei Wochen geht es zum internationalen Klokan-Cup nach Prag.

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  • Von Bianca Walf

     

    BACKNANG. Zwischen zwei Terminen noch kurz den Lebensmitteleinkauf erledigen, mit den Kollegen den günstigen Nudelteller von der Mittagskarte runterschlingen oder im schlimmsten Fall gleich am PC sitzen bleiben und vorm überquellenden E-Mail-Postfach ins Wurstbrot beißen. So oder so ähnlich sieht die Mittagspause der meisten Deutschen aus. Nicht wenige fühlen sich hinterher noch erschlagener als vorher – ob es nun am allseits bekannten Schnitzelkoma, verursacht durch die schwere Mittagsmahlzeit, oder doch an der nervigen Schlange an der Supermarktkasse liegt.

    „Eine echte Auszeit ist so eine Pause nicht“, weiß Yogalehrerin Karin Graf. Die 64-Jährige unterrichtet für die Backnanger Volkshochschule Yoga in der Mittagspause. Auch Qigong-Kurse für eine aktive Pause hat das neue VHS-Programm zu bieten. Eine gute Idee, glaubt man aktuellen Studien der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die belegen: Schon 15 Minuten Bewegung am Tag steigern Konzentration und Wohlbefinden und reduzieren Stress.

    Diesen Effekt hat Karin Graf am eigenen Leib erfahren. Die gelernte Dekorateurin erinnert sich noch gut an Zeiten, an denen sie vor lauter Termindruck nicht mehr wusste, wo ihr der Kopf steht, und sie im Yoga hauptsächlich einen Ausgleich zum Job suchte. „Seit dem Jahr 2000 bin ich als Yogalehrerin und Massagetherapeutin selbstständig. Jetzt möchte ich das, was ich beim Yoga gelernt habe, an andere weitergeben – einfach, weil ich Menschen liebe. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Irgendwann bin ich auf die Idee mit dem Mittagspausenangebot gekommen.“ In Waiblingen laufen die Kurse seit Jahren erfolgreich. Nun sollen auch die Backnanger die Vorzüge einer aktiven Mittagspause kennenlernen.

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  • (uwe). Für den Biathlon-Schießkurs am Samstag auf dem Backnanger Hagenbach (wir berichteten) hat Rolf Hettich nur noch Restplätze. Und prompt kommt dem 60-Jährigen das Wetter entgegen. Denn ausreichend Schneefälle und die Kälte ermöglichen es dem ehemaligen deutschen Staffel-Vizemeister im Biathlon, am Sonntag ab 10 Uhr auf dem Golfplatz in Marhördt nun sogar einen kompletten Biathlonkurs mit Schießen und Ski-Langlauf anzubieten. Auf der Driving Range des Golf-Clubs steht eine 500 Meter lange Loipe zur Verfügung, Schießstand und Gewehre karrt Hettich von Backnang aus hin. Eine Anmeldung für den Kurs ist unbedingt erforderlich. Weitere Infos per Mail (rhettich@gmx.de), per Telefon (0170/3 288783) oder im Internet unter www.rh-sport.de.

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  • Von Florian Muhl

     

    AUENWALD. Über 30 Jahre arbeitete Hans-Werner Schif im Auenwalder Baumt. Als dessen Leiter hatte er nicht nur Freunde. Immer wieder machte er von sich reden, im Positiven wie im Negativen. Beispielsweise im Jahr 1999, als er als 39-jähriger Familienvater das kleine Wildschwein Frieda wie einen Haushund hochpäppelte. Oder die unendliche Geschichte mit der Erdauffüllung. Im Mai 2014 war publik geworden, dass Schif an zwei Stellen auf Auenwalder Markung Erdaushub abgelagert hatte – mit Zustimmung der damaligen Grundstückseigentümer. Vor allem die Erdauffüllung in einer Klinge bei Lippoldsweiler – unweit seines privaten Bauvorhabens – hatte für Ärger gesorgt. Es folgten diverse Gerichtstermine und Einsprüche. Letzter Stand: Schif ist mit seiner Klage gegen das Landratsamt beziehungsweise das Land Baden-Württemberg gescheitert. „Die Planungen für den Rückbau sind abgeschlossen“, teilte die Pressestelle des Landratsamts auf Nachfrage am Montag mit. Weiter heißt es: „Für den Rückbau sind jedoch Vorarbeiten notwendig, die sich verzögern. Das liegt zum einen daran, dass die Maßnahmen auch Grundstücke Dritter betreffen und deshalb mit deren Eigentümern abgestimmt werden müssen. Zum anderen hat die sehr feuchte Witterung alles verzögert.“

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  • (kün). Bei der württembergischen Mehrkampfmeisterschaft in der Ulmer Messehalle erzielten die Leichtathleten der LG Weissacher Tal zum Abschluss der Hallensaison gute Ergebnisse. Allen voran zeigte Kathrin Wurst, die in der Altersklasse der Frauen Zweite wurde.

    Mit einem Sieg über die 60 Meter Hürden und persönlicher Bestzeit startete sie sehr gut. Im nachfolgenden Hochsprung konnte sie mit übersprungenen 1,44 Metern eine solide Leistung abrufen. In der dritten Disziplin, dem Kugelstoßen, stieß sie die vier Kilogramm schwere Kugel auf 8,80 Meter und hielt sich so auf einer aussichtsreichen Podestplatzierung. Der Weitsprung verlief mit zwei ungültigen Versuchen nicht ganz nach Plan, sodass sie sich mit einer Weite von 4,78 Metern zufriedengeben musste und auf Rang fünf abrutschte. Alles oder nichts hieß es somit über die abschließende 800-Meter-Distanz. Voller Elan ging Wurst in den Lauf, konnte eine große Lücke zwischen sich und den vor ihr Platzieren reißen und mit 2:31,8 Minuten wichtige Punkte sammeln. In der Endabrechnung nach fünf Disziplinen reichte es dank des beherzten Laufs zur Silbermedaille. „Ich freue mich so, dass ich es tatsächlich noch geschafft habe“, sagte die Weissacher Athletin sichtlich erleichtert.

    Ihre Teamkollegin Melanie Weis hatte weniger Glück. Beim Hürdenlauf gleich zu Beginn der Meisterschaft zog sie sich eine Verletzung zu und musste auf den Rest des Wettkampfes verzichten.

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  • Von Uwe Flegel

    Es ist noch nicht lange her, da freuten sich die Verantwortlichen aus dem Fautenhau riesig, dass mit Julian Leist (29) ein erfahrener Leistungsträger seinen Vertrag um drei Jahre verlängerte. Wer sich danach wegen des ebenfalls auslaufenden Kontrakts von Daniel Hägele erkundigte, erhielt offiziell vor allem Nichtssagendes und inoffiziell eher skeptische Antworten. Mittlerweile ist klar: Zumindest intern hat sich abgezeichnet, dass der 28-jährige Mittelfeldspieler seine Zukunft nicht in Aspach sieht. Nach den bisher 213 Pflichtspielen sowie noch einigen Einsätzen in dieser Runde für die SG und dem gemeinsamen Aufstieg von der Regional- in die Dritte Liga im Juni 2014 ist diesen Sommer nun Schluss.

    SG-Präsidiumsmitglied Michael Ferber bekennt, dass es nicht einmal zu Verhandlungen über eine Verlängerung gekommen ist: „Gespräche mit Daniel sind sehr offen und ehrlich und er hat uns gegenüber den Wunsch geäußert, nochmals etwas anderes wagen zu wollen.“ Ihm das nicht ausreden zu wollen, sei deshalb auch ein Zeichen des Respekts des Vereins gegenüber dem Spieler und seiner Verdienste für Aspach, so Ferber. Der Klub akzeptiert, dass sich der gebürtige Gmünder, der fast den kompletten Teil seiner Aktivenkarriere im Fautenhau verbracht hat, frischen Wind um die Nase wehen lassen will. Wo, das ist angeblich völlig unklar. Es gebe noch keinen neuen Verein, heißt es von allen Seiten.

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  • Von Matthias Nothstein

    SULZBACH AN DER MURR. Im Frühjahr des vergangenen Jahres ist Günter Löchner der Geduldsfaden endgültig gerissen. Nachdem sein Unternehmen trotz aller Anstrengungen am heimischen Markt den chronischen Fachkräftemangel nicht abstellen konnte und teilweise Aufträge ablehnen musste, reiste er über Ostern nach Tunesien. Dort wollte er prüfen, ob er bei der Suche nach SoftwareEntwicklern möglicherweise in dem Maghrebland mehr Erfolg hat.

    Auf die Idee brachte ihn ein langjähriger und vertrauensvoller Mitarbeiter – Mohamed Chelly. Der 36-Jährige wurde in der tunesischen Stadt Nabeul geboren und kam vor 14 Jahren als Informatiker nach Europa, seit acht Jahren arbeitet er für L-mobile. Chelly sah die Möglichkeit, noch weitere Informatiker aus Tunesien über Blue Card zu rekrutieren. Löchner zeigte sich besonders davon beeindruckt, dass der nordafrikanische Staat mit einer Einwohnerzahl von Baden-Württemberg Jahr für Jahr 13000 IT-Fachkräfte ausbildet, „das schafft nicht mal Gesamtdeutschland und das enttäuscht mich sehr“.

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  • Von Kornelius Fritz

    BACKNANG. Im Baugebiet Katharinenplaisir hat die Stadt kürzlich 41 Bauplätze verkauft, auch an der Aspacher Straße und an etlichen anderen Stellen in der Stadt entstehen neue Wohnungen. Unter den künftigen Bewohnern werden viele Kinder sein: Bis 2021 rechnet die Stadt mit dem Zuzug von mehr als 500 Kindern unter sechs Jahren sowie mehr als hundert im Grundschulalter. Hinzu kommt eine noch nicht kalkulierbare Zahl an Flüchtlingskindern, und auch die Geburtenzahlen sind zuletzt gestiegen. Der Kindersegen bringt die Verwaltung ganz schön ins Schwitzen. Denn obwohl bereits mehrere Kindergärten erweitert werden – unter anderem im Heininger Weg, im Heimgarten und in Sachsenweiler –, fehlen schon in diesem Jahr mehr als 100 Betreuungsplätze.

    Mit 120 Plätzen wäre es

    die größte Kita der Stadt

    Deshalb soll jetzt im Backnanger Norden so schnell wie möglich eine weitere Tagesstätte gebaut werden. Mit sechs Gruppen und insgesamt 120 Plätzen wäre es die größte in ganz Backnang. Entstehen soll sie auf dem Gelände der Plaisirschule. „Es ist sinnvoll, so eine Einrichtung an einen Schulcampus anzudocken“, erklärt Regine Wüllenweber, Leiterin des Amtes für Familie, Jugend und Bildung. So könne man die Räume, wenn sich der Bedarf ändert, später auch für die Hortbetreuung nutzen. Außerdem können Schule und Kita beispielsweise bei der Essensversorgung kooperieren. Bevor der Gemeinderat im März über den Standort entscheidet, werde es aber noch eine Informationsveranstaltung für die Anwohner geben, kündigt der städtische Pressesprecher Hannes Östreich an.

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  • Von Armin Fechter

    AUENWALD. 400 Streuobstpädagogen hat Beate Holderied seit 2011 ausgebildet. Obstbauliche Inhalte – von der Baumpflege bis zur Ernte – werden ebenso geschult wie Aspekte des Naturschutzes. „Ganz wichtig“ ist der Mitbegründerin und Leiterin der Streuobstschule dazu auch die Pädagogik – das Kapitel: Wie sag ich’s meinem Kinde? Entsprechende Hinweise sind ein wesentlicher Teil der Ausbildung, verbunden mit der praktischen Umsetzung in Schulklassen.

    Von den 20 Kursteilnehmern stammen, wie der Weissacher Bürgermeister Ian Schölzel als Vorsitzender des Vereins gestern beim offiziellen Start anmerkte, sieben aus dem Mostviertel. Die anderen kommen aus der Umgebung oder auch von weiter her. So wie Petra Fischer. Die 42-Jährige aus dem fränkischen Herzogenaurach hat einen Bio-Arche-Hof, auf dem alte, vom Aussterben bedrohte Tierrassen gehalten werden – zum Beispiel das Alpine Steinschaf oder Deutsche Lachshühner. Dazu hat sie noch eine Streuobstwiese gepachtet. Schon seither arbeitet sie dort viel mit Kindern und verschiedenen Besuchergruppen und hat deshalb einen Kurs in Bauernhofpädagogik absolviert. Dabei bekam sie den Tipp, Streuobstpädagogik noch draufzusatteln. Aber: „Das gibt es in Bayern nicht.“

    Kulturlandschaft soll

    ihren Charakter behalten

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  • Von Andreas Ziegele

    BACKNANG. „Überwältigend!“, so bewertete Sigrid Göttlich, die Erste Vorsitzende des Vereins Stadtmarketing, die Resonanz auf die Einladung, die auch an die Mitglieder des Gewerbevereins gegangen war. Auch Dr. Ralf Binder, der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt, zeigte sich begeistert von über 100 Anmeldungen zu der Veranstaltung im Universum-Kino in Backnang. Einen Vergleich zu früheren Veranstaltungen konnte und wollte Göttlich nicht ziehen: „Das ist zum ersten Mal, dass wir zu einer solchen Veranstaltung in einer solchen Umgebung eingeladen haben“, ließ sie wissen. Wie ungewöhnlich der Ort ist, äußerte die Vereinsvorsitzende auch noch mal in ihrer Begrüßung: „Hier vorne zu stehen und im Kino mal in die andere Richtung zu blicken, das hat schon fast was von Schauspielern.“

    Als Vortragsgast konnte Professor Harald Eichsteller von der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart gewonnen werden. Obwohl der Titel des Vortrags „Auf der Suche nach dem Kunden in der heutigen Medienwelt – Kundenkontakte effizient aufbauen“ recht sperrig geraten war, sollte es doch ein kurzweiliger und sehr informativer Abend werden. Dass dieses Thema den Backnanger Gewerbetreibenden auf den Nägeln brennt, zeigte nicht nur der große Andrang, sondern auch die Mischung der Gäste. Von A wie Apotheke über F wie Friseursalon und M wie Metzgerei bis zu Z wie Zeitungsverlag waren alle gekommen.

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  • Von Renate Häussermann

    ASPACH.Der 25,6 Millionen Euro umfassende Haushalt 2018 ist verabschiedet. Die Aspacher Gemeinderäte befürworteten ihn einmütig (bei zwei Enthaltungen) bei ihrer Sitzung am Montagabend. Es werden voraussichtlich keine neuen Schulden gemacht, und auch die Steuersätze bleiben stabil. Es ist der letzte Haushalt in der Verantwortung von Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner, der bei der Bürgermeisterwahl im Herbst nicht mehr antritt.

    Bereits bei der Einbringung des Planwerks hatte es Missstimmung gegeben. Die Gemeinderäte lehnten eine zeitnahe Verabschiedung, wie von der Verwaltung gewünscht, ab und setzten einen späteren Termin durch. Als die drei Wählerlisten am Montag ihre Haushaltsreden hielten, ging Peter Hanisch nochmals darauf ein. Der Sprecher der CDU/BWL dazu: „In unseren Augen ist diese Zeit zwingend notwendig, da mit dem Haushalt die Weichen für die Zukunft der Gemeinde gestellt werden.“ Die Gemeinderäte seien deshalb in der Pflicht, alle Investitionen genau unter die Lupe zu nehmen. „Hierbei fehlen uns leider wesentliche Informationen und Sachstände“, kritisierte er. Konkret ging es ihm dabei um die Schule. Ein Thema, das auch die beiden anderen Wählerlisten (FWA und SPD) hervorhoben (Bericht folgt).

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  • Von Hans-Christoph Werner

    BACKNANG/MURRHARDT. Eine Verhandlung zum Fall einer „Pfandkehr“ ist im Backnanger Amtsgericht angezeigt. Das überfordert selbst den Berichterstatter. Der Brockhaus aus dem Jahr 2000 kennt das Wort nicht. Aber zum Glück gibt es Wikipedia: Pfandkehr ist die „strafbare Vereitelung eines Gebrauchsrechtes oder Zurückbehaltungsrechtes“. Anfang Juni 2016 war eine 55-jährige Friseurin aus ihrer Wohnung in Murrhardt ausgezogen. Das heißt: War es Anfang Juni? Vielleicht doch Ende Mai? Nur eine der Fragen, die nicht mehr so genau beantwortet werden konnten. Mit ihrem Auszug kam sie einer Zwangsräumung zwei Monate später zuvor. Wiederum zur Verdeutlichung: So ganz sei sie nicht ausgezogen, einer ihrer beiden Söhne verblieb noch in der Wohnung. Wie sie denn den Umzug bewerkstelligt hätte? Nun, einen Transporter habe sie gemietet und ihr Hab und Gut in diesen verladen. Was denn genau? Schrank, zwei Betten, Kleider, ein Esstisch, Küchenutensilien. Und von der Küche? Kein Stück davon wurde eingeladen. Denn für ihren neuen Wohnort, Blomberg (Kreis Lippe), habe das Jobcenter eigens eine neue Küche genehmigt. Die habe sie sich auch besorgt. Die Rechnung weist sie eigens vor. Umfang der Anschaffungen: etwa 1000 Euro.

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  • (kme). Die Handballer der SG Weissach im Tal wurden in der Begegnung der Kreisliga B ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Dritte setzte sich beim Vorletzten TSV Wiernsheim mit 36:20 durch. Von Anfang an fanden die Gäste gut ins Spiel und erarbeiteten sich einen Dreitorevorsprung. Da sich aber in der SGW-Abwehr die eine oder andere Lücke aufmachte, nutzte Wiernsheim die Chance und glich zum 6:6 aus. Von da an drückte die SGW deutlich aufs Spieltempo, die Weissacher Abwehr schloss die offenen Lücken. Bis zur Pause setzte sich die SGW auf sechs Tore ab – 16:10. In Durchgang zwei ließ das Tälesteam nichts mehr anbrennen und setzte sich immer weiter auf 36:20 ab.

    SG Weissach im Tal: Pollak – Ilse (5), Siegel (9/2), Hirth (9/1), Dutenstädter (3), Nick (5), Watzek, Wertenauer (3), Voigt (2).

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  • Von Matthias Nothstein

     

    BACKNANG. Selten haben Bauarbeiter so viel Zuschauer. Gestern jedoch ist der Brückenabriss die Attraktion in der Stadt. Auf dem Behelfssteg, der die Innenstadt mit dem Vitalcenter in der Gerberstraße verbindet, stehen zahlreiche Zaungäste. Sie beobachten mit großem Interesse, wie die Aspacher Brücke nun endgültig abgebrochen wird. Nachdem die riesigen Bagger mit ihren martialischen Greifzangen und den erbarmungslosen Presslufthämmern sich des Betons angenommen haben, geht es ganz schnell. Bis zum Abend ist der Großteil der offensichtlichen Arbeit erledigt.

    In den vergangenen Wochen schien es, als würde die Baustelle nur kleine Fortschritte machen. Zumindest in der laienhaften Betrachtung. Aber auch wenn die Brücke stand und stand, so liefen die Arbeiten doch auf Hochtouren. Zuerst ging es darum, die zahlreichen Leitungen und Kabel aus dem Bauwerk herauszulösen und diese auf die Seite zu verlegen. Für diese Zwecke war extra flussaufwärts ein Gerüst über die Murr erstellt worden.

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  • RUDERSBERG (pol). Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Personenzug und einem Kleinlaster an einem unbeschrankten Bahnübergang in Rudersberg-Schlechtbach ist ein 24 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Der Mann war gestern gegen 11.30 Uhr in Richtung Ortsmitte unterwegs. Als er den Bahnübergang überqueren wollte, achtete er nicht auf die herannahende Wieslauftalbahn. Der 34-jährige Zugführer leitete sofort eine Notbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Das Fahrzeug wurde vom Zug erfasst und zirka 20 Meter mitgeschleift. Der Fahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Zugführer erlitt bei dem Unfall einen Schock. Die Fahrgäste blieben unverletzt. An dem Lkw ist Totalschaden von zirka 13000 Euro entstanden. Der Sachschaden am Zug wurde auf 10000 Euro beziffert. Der Bahnverkehr musste gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. Der Verkehrsunfallaufnahmedienst des Verkehrskommissariats Backnang hat nun die Ermittlungen übernommenFoto: SDMG

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  • Von Lorena Greppo

    BACKNANG/GROSSERLACH. „Im Schwäbisch-Fränkischen Wald gibt es viel zu entdecken“, sagt Sven Vollbrecht. Manches davon kennt der Backnanger, wie etwa den Limes oder die eine oder andere Mühle. Er gibt jedoch offen zu: So gut wie manch anderer Bewerber bei der inoffiziellen Wahl zum Schwäbischen Waldschrat kenne er sich nicht aus. „Da muss ich in Zukunft weiter in den Wald rein, statt im Plattenwald oder am Ebnisee spazieren zu gehen.“ Momentan sind die Aufgaben des Waldschrats aber noch überschaubar: „Bisher wurde ich nur nach meiner Kleidungsgröße gefragt, für den Pullover, den der Waldschrat bekommt“, erzählt der 37-Jährige.

    Die Wahl selbst sei eine ziemlich kurzfristige Aktion gewesen, erklärt Initiator Jan Vogel. Er betreibt zusammen mit zwei Freunden seit dem vergangenen Jahr die Facebook-Seite „Rund um den Schwäbisch-Fränkischen Wald“. Dort können sich Interessierte informieren, aber auch Ansässige tauschen sich aus und laden zahlreiche schöne Ansichten aus der Gegend hoch. „Wir wollen auch nach außen hin den Schwäbisch-Fränkischen Wald repräsentieren und unsere Heimat etwas bekannter machen“, sagt Vogel. Er interagiere auch mit diversen anderen Gruppen. Mehr als 600 Mitglieder zählt seine Gruppe inzwischen schon. Zur Idee, einen Waldschrat als männlichen Repräsentanten des Schwäbischen Walds zu wählen, kam der 35-Jährige aus Neufürstenhütte, als der Großerlacher Bürgermeister Christoph Jäger auf Facebook den Aufruf zur Suche nach einer neuen Waldfee geteilt hatte. „Es gibt ja nicht nur Frauen im Schwäbischen Wald“, deswegen sei von mehreren Personen der Wunsch geäußert worden, auch ein männliches Pendant zu wählen.

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  • Von Bernd S. Winckler

    KAISERSBACH/WELZHEIM. Was geschah genau vor dem folgenschweren Unfall? Am Stuttgarter Landgericht wurde gestern der Prozess gegen den 20-jährigen Autofahrer fortgesetzt, der in der Nacht zum 8. Juli letzten Jahres auf der Kreisstraße beim Schillinghof einen Fußgänger überfahren und getötet haben soll. Seine Beifahrer wurden jetzt vernommen, hüllen sich aber in Schweigen.

    Der Gerichtssaal ist sozusagen ausgebucht. Kein Platz ist mehr frei. Selbst für die Zeugen muss die Protokollbeamtin einen Stuhl besorgen. Der Prozess hat großes Interesse an der Bevölkerung hervorgerufen.

    Der Vorwurf an den 20-Jährigen ist allerdings auch gewaltig: Vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung, fahrlässige Tötung, versuchter Mord, Fahren unter Drogen und Alkohol sowie Unfallflucht. Ein alkoholisierter 22-Jähriger lag am Straßenrand und soll von dem Angeklagten infolge seines übermäßigen Alkohol- und Drogenspiegels überrollt haben. Zu dem Geschehen der Tatnacht jedoch konnte der 20-Jährige bislang den Richtern der 2. Großen Strafkammer nicht viel sagen. Einen Rumpler habe er vernommen. Ansonsten macht er einen Filmriss geltend. Vieles sei schleierhaft. Er erinnert sich nur an ein kurzes Anhalten am Waldrand. Mehr nicht.

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  • WINNENDEN (nip). Kärcher hat im vergangenen Jahr erstmals die Umsatzmarke von 2,5 Milliarden Euro geknackt. Das ist ein Plus von 7,5 Prozent, berichtet Unternehmenschef Hartmut Jenner (52). „Wir sind doppelt so schnell gewachsen wie der Weltmarkt für Reinigungstechnik.“ Jenner berichtet von „einem erstaunlich breiten Wachstum“ in fast allen Ländern, in denen der Winnender Weltmarktführer für Reinigungstechnik aktiv ist. Besonders positiv sei die Entwicklung in Deutschland, Frankreich, Japan, Osteuropa und in Südamerika.

    Seit dem Jahr 2009 ist das Wachstum ungebrochen, nicht nur bei Kärcher, sondern auch in der gesamten deutschen Wirtschaft. Was ist der Grund für diesen Erfolg? Drei Gründe führt Hartmut Jenner an: Erstens habe die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken die Wirtschaft angekurbelt. Zweitens werde Asien immer wichtiger. So habe das Wachstum in China die Ausfälle etwa in Russland mehr als ausgeglichen. Drittens bringen neue Technologien und die Digitalisierung einen neuen Schwung für die Wirtschaft.

    Der neue Trend:
    Reinigung wird digital

    Auch Kärcher setzt auf das Thema Digitalisierung. Das Unternehmen hat jüngst eine Firmentochter mit dem Namen „Zoi“ gegründet, die das Thema bearbeiten soll. Derzeit gibt es bereits 50 Mitarbeiter an den Standorten in Stuttgart und Berlin. „Zoi“ soll weiter wachsen, noch größer werden und auch für andere Firmen tätig werden.

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  • Von Uwe Flegel

    „Das will ich machen.“ Die Frage zuvor hatte gelautet: Kann und soll sich aus der Geschichte ein Biathlon-Wettkampf für Jedermann in Backnang entwickeln? Die Antwort war eigentlich logisch. Schließlich versorgt der 60-Jährige die Sportszene seiner Heimatstadt immer wieder mit Ideen und Veranstaltungen. Derzeit ist er dabei, Sportfans die Faszination des Biathlons nicht nur am Fernseher, sondern live erleben zu lassen. Klar: Mit Langlauf im Murrtal ist das so eine Sache, aber zumindest das Problem mit dem Schießen hat der ehemalige deutsche Staffel-Vizemeister im Biathlon gelöst: Er hat sich eine Anlage mit Original-Biathlongewehren auf Laserbasis zugelegt. Mit der ist Hettich bereits fleißig unterwegs. Vergangenes Wochenende zum Beispiel als Attraktion beim verkaufsoffenen Sonntag in einem Sportgeschäft in Öhringen. Demnächst bei einem Schauwettkampf in Darmstadt und im Frühjahr dann im Europapark in Rust gar als Teil des Programms, mit dem die deutschen Olympiastarter von Pyeongchang gefeiert werden. Und da greifen vermutlich eine Laura Dahlmeier, ein Simon Schempp oder ein Arnd Peiffer zu den Lasergewehren, mit denen Rolf Hettich in vier Tagen ab 10 Uhr bei der TSG 1846 zu Gast ist.

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  • Von Katharina Klein

    Weit hatten es die zehn TSG-Starter nicht nach Heilbronn. Einen Heimvorteil gab es trotzdem nicht. „Es lief am Samstag nicht so, wie erhofft, und wenn’s dann mal nicht läuft, kommt auch noch ein bisschen Pech dazu. Am Sonntag war es in Ordnung“, sagte Trainer Jens Holderle nach den Kämpfen am Sonntagabend.

    In der Altersklasse U18 gingen Ben Pfizenmayer (Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm), Niklas Biskupic (bis 60), Erik Wilczek und Robin Angerer (beide bis 66) für Backnang an den Start. Letzterer musste als Erster ran und gewann auch prompt seinen Auftaktkampf gegen Steffen Schöll vom TV 05 Bruchhausen. Kevin Miller von der TuS Traunreut nahm dem Backnanger dann den Aufschwung. Er schmiss Angerer mit einem Uchi-Mata (innerer Schenkelwurf). In der Trostrunde angekommen, gewann Angerer zwar noch einmal, dann besiegelte aber eine Niederlage gegen einen alten Bekannten das Aus: „Robin Weiler hat er bei den württembergischen Meisterschaften noch geschlagen. Am Samstag hat er Robin eiskalt erwischt“, erklärt Holderle.

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  • (aho). Das Nachbarschaftsduell in der Handball-Bezirksklasse der Frauen zwischen dem HC Oppenweiler/Backnang II und der HSG Sulzbach-Murrhardt nahm einen einseitigen Verlauf. Die Gastgeberinnen setzten sich aufgrund einer starken Abwehrleistung mit 18:10 durch und glichen dadurch ihr Punktekonto aus. Für die HSG-Frauen war es hingegen die siebte Niederlage in Serie.

    Die Begegnung war insgesamt recht torarm. Die Gäste kamen am guten Innenblock des HCOB II nicht vorbei, sie blieben zwischen der 10. und 25. Minute ohne Torerfolg, scheiterten immer wieder an der gut haltenden Torfrau Maybrit Schmid. Die Angreiferinnen des HCOB überzeugten zwar auch nicht gerade durch eine berauschende Trefferausbeute, waren aber aus dem Rückraum gefährlicher und obendrein im Konterspiel deutlich zielstrebiger. Zur Pause stand es 8:4.

    Nach Wiederanpfiff legten die Gäste nach. Nach einem Tor von Anna-Marie Grün stand es 11:4. Die HSG verkürzte, eine kurze Schwächephase der Gastgeberinnen nutzend, auf 9:13. Realistische Erfolgsaussichten bestanden da aber nicht mehr – zumal der HCOB zum Ende hin auch mehr Kräfte übrig hatte.

    HC Oppenweiler/Backnang: Schmid – Schick, Wackenheim, Böhle (1), Grün (8/4), Heitzler, Kübler (4), Müllner, Rauh (1), Haßler (1), Kreisz (1), Pfister (1), Große-Berkenbusch (1). – HSG Sulzbach-Murrhardt: Rößle – Fritz, Tamara Spohn (1), Freier, Bayh (4/2), Schmölzer (1), Knehr, Vanessa Spohn, Göhrlich (2), Leistner (1), Stieler, Volkmer, Nikolai, Weller (1).

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  • (aho). Das fünfte Team des HC Oppenweiler/Backnang hat durch einen 46:20-Heimsieg gegen den TV Markgröningen die Tabellenführung in der Handball-Kreisliga A der Männer verteidigt. Die Murrtaler dominierten nach Belieben. Dem HCOB gelangen zahlreiche Balleroberungen, die durch schnelle Gegenstöße über Jacob Deichler und Hannes Belz zu Torerfolgen führten. Nach fünf Minuten stand es 5:0. Zur Pause war die Messe angesichts einer 22:11-Führung gelesen.

    HC Oppenweiler/Backnang V: Schneeweiss, Haffner – Belz (7), Büchler (5/1), Roller, Steffen (6/1), Büchler (4), Blocher (4/1), Hübl (3), Frase (2), Vogel (1), Hahn (5/2), Deichler (9).

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  • Von Christine Schick

     

    MURRHARDT. Als Johannes Blessing den zwölf Jugendlichen bei ihrem Seminar die AFS vorstellt, macht er klar, dass es sich um ein weltumspannendes Netzwerk handelt. Zu AFS global gehören 60 Länder, die AFS Deutschland wiederum ist in rund 100 Regionen aufgeteilt, betreut von sogenannten Komitees. Die Arbeit in diesen Untergruppen läuft ehrenamtlich über junge Leute, die selbst schon mit der Organisation im Ausland waren, ihre Erfahrung einfließen lassen können und entsprechend ausgebildet sind.

    Für ihre Schützlinge hat die AFS eine Art eigene Sprache entwickelt: Begleitet werden Hopees (Jugendliche vor dem Auslandsjahr), Aways (im Ausland), Freshees (kurz nach der Rückkehr) und Returnees (ein Jahr danach). Vor Ort in den Ländern gibt es ebenso Betreuer, an die sich die Jugendlichen während des Aufenthalts wenden können. Johannes Blessing, Norbert Lehmann, Sara Bauknecht und Stefanie Adams halten während des Workshops für ihre Hopees vor allem Techniken bereit, die sie zur Selbstreflexion und Bewusstwerdung über die eigene Person anregen, um im Gegenzug den Blick für andere Kulturen, Mentalitäten und Verhaltensweisen zu öffnen. Später folgen zwei weitere Treffen, in denen kulturelle und landestypische Themen vertieft werden. Das spiegelt auch das Ziel des Vereins, die Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen zu fördern und weltweit Toleranz und Völkerverständigung zu unterstützen.

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  • (hes). Die Handballer der HSG Sulzbach-Murrhardt warteten am vergangenen Samstag im Heimspiel der Bezirksliga auf den Drittletzten TSV Weissach. Die Gäste sagten kurzfristig aus personellen Gründen ab. Somit wird die Begegnung mit großer Wahrscheinlichkeit mit 2:0 Punkten und 0:0 Toren für die HSG gewertet. Damit wäre die Mannschaft von Trainer Alexander Belz punktgleich an der Tabellenspitze mit der zweiten Vertretung des SV Salamander Kornwestheim.

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  • SPIEGELBERG (lo). Im Rahmen der Winterkulturtage gaben Sebastian Scheuthle und Manuel Kuthan als „Die Falschspieler“ vor zweimal ausverkauftem Haus und in einem schaurig-schönen Bühnenbild einen fulminant- komischen Abend von beinah faustischem Ausmaß. Im Vestibül von Himmel und Hölle sortieren die beiden Wächter über Gut und Böse im Roten Zimmer des Klosterhofes in Spiegelberg-Großhöchberg musikalisch-poetisch ihre jeweiligen „Neuzugänge“. Sebastian Scheuthle und Manuel Kuthan entführen das Publikum mit pathosgeschwängerter Lust in eine merkwürdige Welt der Sehnsucht, Absurdität und Witz. Dazu schwingen sie ungeniert die gnadenlose Keule der Polarisierung und politischen Unkorrektheit. Foto: J. Fiedler

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  • Von Heiko Schmidt

    Trainer Sascha Hildmann nahm gegenüber der 1:4-Pleite in Aalen gleich fünf Veränderungen in der Startelf vor. Zwischen den Pfosten stand wieder Kevin Broll, dafür blieb Maximilian Reule nach seinem ersten Drittliga-Einsatz in dieser Saison in der Vorwoche draußen. In die neue Dreier-Abwehrkette rückte Özgür Özdemir. Jannes Hoffmann begann im defensiven Mittelfeld. In der Offensive erhielten Pascal Sohm und Mario Rodriguez das Vertrauen. Dafür nahmen Sebastian Bösel, Yannick Thermann und Timo Röttger zunächst auf der Bank Platz. Jeff-Denis Fehr war gar nicht erst im Kader, der Winter-Zugang plagte sich mit Adduktorenproblemen herum.

    Aufgrund der Umstellungen lief beim Sonnenhof in der Anfangsphase noch nicht viel zusammen. Jena hatte mehr Spielanteile und auch die ersten Torchancen. Nach sieben Minuten lief Timmy Thiele frei durch, verfehlte aber das angepeilte Ziel. Elf Minuten später scheiterte Julian Günther-Schmidt nach einem Sololauf am Sonnenhof-Schlussmann Broll. Die Gastgeber kamen jedoch dann besser ins Spiel und nun auch mit dem schneebedeckten Rasen gut zurecht. Es folgten einige Gelegenheiten. Kai Gehring (20.) fand aus zehn Metern in Jenas Keeper Raphael Koczor seinen Meister. Auch Joseph-Claude Gyau (24.) scheiterte von der linken Seite am Gäste-Schlussmann. Bei der SG gingen nun weniger Bälle verloren. Trotzdem war die Defensive bis zur Pause noch zwei Mal nicht im Bilde. Dennis Slamar (34.) zog überraschend aus 30 Metern ab, Broll hielt die Kugel erst im Nachfassen fest. Das gleiche passierte dem Großaspacher Keeper in der 44. Minute bei einem 25-Meter-Freistoß von Davud Tuma.

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  • Von Alexander Hornauer

    Fast mit der Schlusssirene flog ein Torwurf von Florian Frank um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. So mussten die Fans der Hausherren am Ende abwägen: War es ein gewonnener Punkt gegen eine starke Horkheimer Mannschaft? Oder war es angesichts der verpassten Chance, den Handball-Krimi auf den letzten Drücker siegreich zu gestalten, ein verlorener Punkt? Die Antwort liegt in der Mitte. Keine zwei Meinungen gab es bei der Einschätzung, dass es ein mitreißendes Handballmatch war, von der ersten bis zur letzten Sekunde.

    Dabei gaben zunächst die Hausherren den Ton an. In der Abwehr arbeiteten sie mit großem Einsatz. Außerdem spielten sie mit hohem Tempo und viel Druck nach vorne. Die Rückraumspieler Kevin Wolf und Tobias Hold setzten viele Akzente, die Hausherren gingen in Führung. Auch Benjamin Röhrle gab sein Comeback. Ihm gelangen auf Anhieb zwei hervorragende Kreisanspiele, die Philipp und Florian Schöbinger zu Torerfolgen nutzten. Nach 20 Minuten hieß es 11:7. Dann kam Horkheim besser ins Spiel. Der vor wenigen Wochen unter Vertrag genommene Oliver Heß, zuletzt bei der TSG Friesenheim in der Bundesliga im Einsatz, hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Gäste kurz vor der Pause zum 14:14 ausglichen. Der HCOB nutzte ein Überzahlspiel zum 15:14 durch Hold,. Unterm Strich fiel der Vorsprung zur Pause angesichts der Vorteile in den ersten 20 Minuten aber zu knapp aus.

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  • Von Franziska Schlipf

    Hochmotiviert und mit guter Stimmung, trotz der witterungsbedingten, schwierigen und langen Anfahrt starteten die TSG-Frauen in das Spiel. Mit guten Aufschlägen sowie einem wachen und guten Backnanger Abwehrriegel konnten sich die Gäste schnell absetzen. Beim Stand 6:9-Rückstand musste Burladingens Trainer bereits zur ersten Auszeit greifen. Der TSG-Block um die Mittelblockerinnen Milana Schroeder und Johanna Klose stand gut und erzielte wichtige Punkte. Die Gastgeberinnen hatten den gut aufgelegten Murrtalerinnen nicht mehr viel entgegenzusetzen. So ging der erste Satz mit 25:15 an Backnang.

    Nun sollte mit dem zweiten Satzgewinn der erste Punkt für Backnang her, doch die Gastgeberinnen zogen nach und wurden immer stärker beim Block und bei der Feldabwehr. Starke Angriffe der TSG-Frauen wurden durch den Burladinger Block immer wieder entschärft. Auf dem Boden geglaubte Bälle kamen wieder zurück auf die Backnanger Feldseite. Die Einwechslungen von Andrea Baier und Anne Pötzl, um die Feldabwehr und den Annahmeriegel zu verstärken, zeigte Wirkung. Der Satz war geprägt von langen Ballwechseln, bei denen beide Mannschaften hart kämpften. Trotzdem mussten die Gäste jedoch einem Zwei-Punkte-Rückstand hinterherrennen. Beim Stand von 22:22 war wieder alles offen. Doch am Schluss hatte Burladingen den längeren Atem und holte sich den zweiten Satz mit 25:22.

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  • (dg). In der Fußball-Kreisliga A2 fiel der Großteil der Spiele aufgrund der widrigen Platzverhältnisse aus. Nur die Begegnungen zwischen der SKG Erbstetten und dem SV Steinbach II sowie dem FV Sulzbach gegen den TSV Rudersberg wurden angepfiffen. Dabei ließ sich Spitzenreiter Steinbach II auf dem engen Kunstrasenplatz in Nellmersbach nicht überraschen und siegte souverän mit 5:1. Ebenso deutlich gewannen die Sulzbacher ihr Heimspiel gegen Rudersberg. Gegen den Tabellendritten war der 4:1-Erfolg aber so nicht zu erwarten. Hingegen wurden die Partien TSV Lippoldsweiler gegen SK Fichtenberg, SVG Kirchberg gegen Spvgg Unterrot, FC Oberrot gegen TSV Althütte, TSC Murrhardt gegen TSV Schwaikheim II und VfR Birkmannsweiler II gegen FSV Weiler zum Stein abgesagt.

    SKG Erbstetten – SV Steinbach II 1:5. In der ersten Hälfte hatten die Steinbacher auf dem kleinen und teilweise schneebedeckten Kunstrasen leichte Anpassungsprobleme. Dennoch lag der Tabellenführer zur Pause durch ein Tor von Talha Ünal (20.) mit 1:0 in Führung. Nach einer Stunde erhöhte Hannes Bössenecker auf 2:0. Jetzt hatten die Gäste die Partie besser im Griff. Bis eine Viertelstunde vor Schluss baute Ünal den Vorsprung mit zwei weiteren Toren (68., 75.) auf 4:0 aus. Zehn Minuten vor dem Abpfiff verwandelte Tim Walker einen Foulelfmeter zum 1:4. Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute erneut der torhungrige Ünal mit dem Treffer zum 5:1-Endstand.

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  • Von Claudia Ackermann

    GROSSERLACH. Winterliches Wetter herrscht im hochgelegenen Großerlach am Samstag und macht dem Namen Winterkulturtage im Schwäbischen Wald alle Ehre. Rund hundert Besucher hat es dennoch in die Schwalbenflughalle im beschaulichen Ortsteil Grab gezogen. Einem breiteren Publikum ist die Band Sameday Records durch ihre Auftritte 2015 bei der TV-Show „The Voice of Germany“ bekannt, wo sie im Team von Andreas Bourani landete und später mit dem bekannten Sänger auf Tour ging.

    Der Juror in der Castingshow hatte ein gutes Händchen mit der Wahl. Acoustic Sounds nennen die drei jungen Musiker und Sänger aus dem südbadischen Wehr ihre Stilrichtung. Im Satzgesang greifen die drei Stimmen perfekt ineinander und ergeben ein harmonisches Stimmbild. Obwohl die Ausstattung mit Gitarren und Cajón (Kistentrommel) zunächst ziemlich minimalistisch wirkt, entlocken die drei Musiker Daniele Cuviello, Severin Ebner und Patrick Huber ihren Instrumenten einen mitreißenden Sound. Sie tauschen die Positionen, wechseln mühelos die Instrumente oder ergänzen sich als Trio zu einer Einheit. Die Pop-Stücke sind mal von Soul, Rock, Folk oder Hip-Hop beeinflusst. Eigenkompositionen sind genauso dabei wie Interpretationen bekannter Songs, aus denen sie etwas ganz Eigenes machen. Mal singen sie a cappella, dann steht der Rhythmus der Instrumente im Vordergrund.

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  • Von Annette Hohnerlein

    OPPENWEILER. Mustafa, genannt Musti, sitzt in der ersten Reihe und bekommt den roten Buzzer in die Hand gedrückt. Immer wenn ein bekanntes Zitat auftaucht, soll ein Hupton ertönen: Achtung, geflügeltes Wort! Und davon gibt es in Goethes „Faust“ jede Menge. Viele hat man schon gehört, ohne ihren Ursprung zu kennen. So ist zum Beispiel der Slogan eines Drogeriemarkts „Hier bin ich Mensch, hier kauf’ ich ein“ von einem Zitat aus dem „Faust“ abgeleitet („Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“). Und Bernd Kohlhepp hat noch weitere Vorschläge für Marketingexperten parat: „Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält“ könnte in der Werbung für einen Klebstoff Verwendung finden. „Es irrt der Mensch, solang er strebt“ sei prädestiniert für die Werbung eines besonderen Naviherstellers.

    Mit erfrischender Respektlosigkeit dreht der Tübinger Kabarettist in seinem Programm „Mit dem Faust aufs Auge“ den Goethe-Klassiker durch den Fleischwolf der Comedy. In atemberaubendem Tempo schlüpft er in die Rollen von Faust, Mephisto, Gretchen und anderen Figuren des Dramas. Sprache, Mimik, Gestik, das alles ist mit dickem Pinsel aufgetragen und grotesk übersteigert. Im Prolog kommt Gott als leutseliger und gemütlich schwäbelnder alter Herr daher. Faust verwandelt sich, nachdem er einen Hexentrunk zu sich genommen hatte, vom Greis in einen Jüngling und stolziert über die Bühne, als könne er vor Kraft kaum gehen. „Aus diesem Mann ist ein Testosteron-Monster geworden“, so der Kommentar des Kabarettisten.

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  • Von Christine Schick

    WEISSACH IM TAL.Nach und nach treffen die 16 Köchinnen und Köche des Workshops ein und werden von Jennifer Reinert von der Gemeindeverwaltung sowie dem Workshopleitungsduo Hendrik Meisel und Eva Borcherding mit einem Glas Sekt empfangen. „Entstanden ist die Kochshow um 2013 aus der Idee heraus, nicht nur Vorträge über den fairen Handel zu halten. Viele von uns sind als professionelle Quatscher unterwegs, aber da ich selbst gerne koche, wollte ich das verbinden und Menschen darüber einen neuen Zugang zum Thema ermöglichen“, erzählt Hendrik Meisel, dessen Engagement ganz klassisch im Weltladen begann. Gemeinsam mit Klaus Hamelmann hat er später das Format der Fairtrade-Kochshow in drei Varianten entwickelt – als reine Bühnenshow, als Street-Cooking-Aktion beispielsweise bei Straßenfesten sowie als Mitmach-Workshop. Dabei kann unkompliziert miteinfließen, woher die verwendeten Produkte kommen und was den fairen Handel ausmacht.


    Kochshow ist aus der Idee entstanden, einen neuen Zugang zum Thema fairer Handel zu schaffen

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  • SCHORNDORF/MURRHARDT (ik). Komplett schneebedeckte Fahrbahnen vor allem auf Nebenstraßen, anhaltender Schneefall und Glätte haben am Samstag zu einigen Unfällen geführt. Die schwersten davon ereigneten sich im Bereich Schorndorf. Wegen Schneeglätte auf der Fahrbahn überschlug sich am Nachmittag auf der Landesstraße 1225 in Schorndorf-Unterberken Richtung Wangen das Fahrzeug eines 21-Jährigen. Der junge Mann musste von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit werden und kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf etwa 25000 Euro geschätzt. Die Straße wurde wegen des Unfalls von kurz vor 16 bis 17.15 Uhr gesperrt. Am Abend ist ein 22-Jähriger mit seinem Toyota auf der Landstraße von Oberberken in Richtung Schorndorf etwa auf Höhe der Mülldeponie auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten und von der Fahrbahn abgekommen. Das Auto rutschte ein kleines Stück den Abhang hinunter und blieb im Wald liegen. Die Bäume hatten verhindert, dass der Wagen den steilen Abhang weiter hinunterrutschen konnte. Der 22-Jährige erlitt schwere Verletzungen und musste in eine Klinik eingeliefert werden. Der Sachschaden beträgt etwa 6000 Euro. Die Feuerwehr Schorndorf war bei diesem Unfall gegen 20.30 Uhr mit 31 Mann aus den Abteilungen Ober- und Unterberken vor Ort. Denn anfänglich hatte es geheißen, dass der Mann in seinem Fahrzeug eingeklemmt sei.

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  • FORNSBACH (cs). Rezitationstalent Anastasios Kupka (Zweiter von links), genannt Tasso, aus Fornsbach hat bei der Fernsehshow „Klein gegen Groß“ am Samstagabend souverän gegen Schauspieler und Synchronsprecher Heino Ferch (rechts) gewonnen. Die beiden traten in einem Goethe-Duell (wir berichteten) gegeneinander an. Moderator Kai Pflaume (links) las ihnen Verse aus vier Gedichten vor, die sie wortgenau fortsetzen und deren Titel sie zu benennen hatten. Während Tasso ziemlich fix alle ausgewählten Stücke ergänzen konnte, musste sein Kontrahent doch des öfteren überlegen und lag bei zwei Stellen in der Wortwahl knapp daneben. Insofern ging Tasso aus dem Wettkampf mit vier zu zwei Punkten als klarer Sieger hervor. Als Geschenk bekommt der Elfjährige ein professionelles Sprechertraining bei einer Akademie in Stuttgart. Foto: NDR/T. Jander

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  • Von Annette Hohnerlein

    BACKNANG. Es ist eine Situation, die Berit Ehmann mehrmals am Tag auf ihrer Station erlebt und die alle nervt. Eine Pflegekraft ist im Zimmer eines Bewohners beschäftigt und braucht Hilfe. Sie drückt einen Knopf, ein akustisches Signal ertönt, ein rotes Lämpchen leuchtet außen an der Tür auf. „Ich weiß nicht, welche Art von Hilfe die Kollegin braucht“, sagt Ehmann. Deshalb muss sie oder eine andere Pflegekraft ihre Pflegetätigkeit sofort abbrechen und in das betreffende Zimmer eilen. Denn es könnte sich um einen Notfall handeln, bei dem jede Minute zählt. In den allermeisten Fällen wird jedoch nur ein harmloser Handgriff benötigt, etwa wenn ein Bewohner vom Bett in den Rollstuhl gehoben werden muss. Der Stress, der Adrenalinstoß: völlig umsonst. Eine belastende Situation auch für die alten Leute. „Meine dementen Bewohner verstehen das nicht, sie kriegen Angst. Eine solche Unterbrechung greift die Menschenwürde an“, sagt Ehmann. Die Altenpflegeschülerin, die bei Welzheim aufgewachsen ist und in Backnang lebt, bezeichnet sich selbst als eher zurückhaltend. Aber wenn sie von ihrer Arbeit erzählt, geht sie aus sich heraus. Im Gespräch mit ihr spürt man, mit welcher Hingabe sie ihren Beruf ausübt und wie sehr ihr die alten Menschen am Herzen liegen.

    Differenziertes Notrufsystem

    erkennt wirkliche Notfälle

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  • Von Florian Muhl

    BACKNANG. „Man bringt hier seine eigenen Probleme mit und versucht, Lösungsvorschläge und Ideen mitzunehmen.“ Das schätzt Armin an der Gruppe. Er ist 50 Jahre alt, geschieden, wieder neu verheiratet und hat einen Sohn, der in wenigen Jahren 20 Jahre alt wird. Bei ihm sei das damals gut gelungen. „Wir haben uns gut austauschen können und ich habe Anregungen bekommen, vielleicht neue Schritte zu gehen“, sagt der 50-Jährige, der seit über zehn Jahren der offenen Gruppe angehört. Und 17 Uhr als Beginn für die Gesprächsrunde – ist das kein Problem? Armin antwortet knapp und schlagfertig: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

    Die anderen Männer in der Runde schmunzeln und nicken zustimmend. Beispielsweise Herbert. Mit seinen 57 Jahren ist er einer der Ältesten. Und er ist auch schon über zehn Jahre Gruppenmitglied. Zwei erwachsene Kinder hat er. Und seine Ehe läuft gut. Das war aber nicht immer so. „Vor etwa 15 Jahren hatten wir eine Krise. Wir haben uns gesagt, da müssen wir was tun, und sind zur Beratungsstelle. Wir hatten auch ein Gespräch mit Gerhard. Und der hat mich damals zur Seite genommen und gesagt: Da gibt’s was, wo man sich austauschen kann, von Mann zu Mann, was ich noch nicht hatte. Und das hat mir gutgetan, weil ich bis dahin von Frauen dominiert worden bin.“

    „Bei den Männern von heute dauert’s länger, bis sie sich öffnen“

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  • Von Andrea Wüstholz

    WINNENDEN. Bankräuber kommen meist nicht weit. Die Mehrheit wird geschnappt. Noch zählt der Täter, der am 30. Januar dieses Jahres die Volksbankfiliale in der Winnender Marktstraße überfallen hat, nicht zur Mehrheit: Die Polizei sucht ihn noch. Unterdessen arbeitet die Volksbank an einem Konzept, um nach dem zweiten Überfall auf diese Filiale bauliche Veränderungen auf den Weg zu bringen.

    Kurz nach halb neun an jenem Dienstagvormittag betrat der Unbekannte die Winnender Filiale, bedrohte eine Angestellte mit einer Waffe und floh mit mehreren Tausend Euro. Vor Gericht wird es eine Rolle spielen, ob die Waffe echt war oder nicht. Selbst ein Kenner kann den Unterschied oftmals nur dann feststellen, wenn er die Waffe in der Hand hält.

    „Strafverschärfend“ dürfte es sich auswirken, sollte es sich um eine echte Waffe gehandelt haben, erläutert Pressestaatsanwalt Jan Holzner. Der Tatbestand selbst bleibt derselbe, unabhängig davon, ob ein Täter eine echte oder eine täuschend echt aussehende Waffe benutzt: Nach einem Banküberfall geht es vor Gericht um schweren Raub oder schwere räuberische Erpressung. Die Unterschiede spielen nicht nur für Juristen eine Rolle: Ein Raub liegt vor, wenn ein Täter selbst in die Kasse greift. Um räuberische Erpressung handelt es sich, wenn der Kriminelle jemand anders zwingt, ihm das Geld zu reichen.

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  • Von Hans-Christoph Werner

    BACKNANG. An einem Apriltag im vergangenen Jahr war es: Kurz vor Mitternacht ist sie abgehauen. Die 15-Jährige aus Backnang. Und kehrt auch für die Nacht nicht ins Elternhaus zurück. Die Mutter ahnt, wo sie sich aufhält, verständigt die Polizei.

    Die findet in einem Zimmer eines ehemaligen Backnanger Hotels die traute Runde. Das gesuchte Mädchen, zwei Jugendliche im Alter von 16 Jahren und den 31-jährigen Zimmerbewohner. Die ganze Nacht haben sie gemeinsam zugebracht, haben miteinander geredet, sich was zu essen besorgt und...

    Die Beamten nehmen einen eigenartigen Geruch wahr, können aber entsprechende Rauchwaren nicht finden. So werden die Herrschaften in den Folgewochen einzeln zur Vernehmung gebeten. Und der Verdacht erhärtet sich: Marihuana war konsumiert worden. Nun lautet die entscheidende Frage: Von wem kam das Rauschgift? Hat etwa der Älteste die drei Teenager verführt?

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  • (aho). Bezirksliga: Die Handballerinnen des HC Oppenweiler/Backnang pausieren.

    Es spielen – Sonntag: TV Großbottwar II – TSF Ditzingen (14.45 Uhr), HC Metter-Enz – TV Aldingen (17).

    Bezirksklasse: HC Oppenweiler/Backnang II – HSG Sulzbach-Murrhardt. Im Hinspiel gewann die HSG. Die Erfolge der frühen Saisonphase kann das Team von Trainer Idris Kujenya derzeit nicht wiederholen, die vergangenen sechs Spiele gingen verloren. Der Coach verbreitet dennoch Optimismus. Gegen Steinheim/Kleinbottwar II habe die Abwehr zuletzt gepasst. „Wenn wir an diese Leistung anknüpfen, dann wird etwas Zählbares herausspringen“, prophezeit er und ergänzt: „Der HCOB kann sich warm anziehen.“ Die Gastgeberinnen können mit einem Sieg ihr Punktekonto ausgleichen. „Wir haben bei Tabellenführer Bönnigheim II zwar verloren, aber Motivation und Kampfgeist waren hervorragend“, sagt Coach Julian Bäuerle, dessen Team wegen Personalmangel ab der 35. Minute nicht mehr wechseln konnte. Für die morgige Partie (17 Uhr, Karl-Euerle-Halle) wird sein Team breiter aufgestellt sein, „denn wir wollen nach der Auswärtsniederlage im Hinspiel den Spieß umdrehen und die guten Eindrücke des vergangenen Spiels in einen Sieg ummünzen“. Ob Nadine Hahn mitspielt, ist offen. Bei der HSG fehlen Tuce Ressimoglu und Louisa Mebert.

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  • (aho). Weibliche A-Jugend, Württembergliga: JH Flein-Horkheim – HC Oppenweiler/Backnang. Das Duell in der Sandberghalle in Flein am Sonntag (13 Uhr) ist ungleich. Die Gastgeberinnen liegen nach Minuspunkten gleichauf mit Tabellenführer Schwaikheim. Die HCOB-Handballerinnen sind Letzte. „Wir hatten im letzten Match 40 gute Minuten“, sagt Trainer Sebastian Blocher, „die wollen wir mitnehmen und möglichst lange dranbleiben.“

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  • Von Matthias Nothstein

    BACKNANG. Im Mai vergangenen Jahres wurden erste Ansichten des Gemeinschaftsprojekts bereits veröffentlicht. Die Aspa Bauträger GmbH aus Aspach und die Murrtal Werte GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Volksbank Backnang, stellten damals den Siegerentwurf ihres Architektenwettbewerbs vor. Vier Vorschläge verschiedener Büros lagen vor, die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf der Karlsruher Architekten Baurmann und Dürr.

    Neun Monate sind inzwischen ins Land gezogen, in denen mit Hochdruck an der Verwirklichung der Ideen gearbeitet wurde. Zuletzt liefen die Baugrunduntersuchungen. Dabei geht es nicht etwa um Altlasten – solche sind in dem Areal des einstigen Hotels Holzwarth, der früheren Commerzbank-Filiale, des ehemaligen Sozialen Warenhauses und des bisherigen Imbisses Asia-Wok nicht zu erwarten. Vielmehr geht es um die Frage der Geologie, „wie sieht der Untergrund aus“, so Aspa-Geschäftsführer Andreas Benignus. Die Probebohrungen sind abgeschlossen, nun sind die Fachingenieure in der Auswertung der Ergebnisse. Eines ist laut Benignus jetzt schon sicher, „es wird eine sehr aufwendige Baugrube“. Drei Gründe gibt es hierfür: die Tiefe der Baugrube, die Straßen in nächster Nähe und die Sicherung der bestehenden Nachbargebäude. Auch Werner Schmidgall, er ist Prokurist der Kronenhöfe GmbH, sagt: „Das Bauvorhaben ist nicht trivial, sondern hat seine besonderen Herausforderungen.“ Neben der Innenstadtsituation auch die Topografie, die der einstige Volksbank-Chef als schwierig bezeichnet. Die Höhendifferenz zwischen dem tiefsten Punkt des Baugebiets und dem höchsten sind immerhin satte neun Meter.

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  • Von Kornelius Fritz

     

    Herr Hestler, Hand aufs Herz, haben Sie sich in den vergangenen Tagen manchmal für Ihre Partei geschämt?

    Geschämt ist der falsche Ausdruck, aber wir hatten zuletzt wirklich närrische Tage in der SPD. Wir sind da oft nicht gut aufgetreten und es hat mich schon gewundert, wie unprofessionell es da manchmal zugegangen ist. Aber jetzt ist der Karneval ja vorbei und wir haben die Gelegenheit gehabt, innezuhalten und in uns zu gehen.

    Nach außen betonen Politiker gerne, dass es ihnen um Inhalte gehe und darum, das Land nach vorne zu bringen. Bei der SPD hatte man in den vergangenen Tagen das Gefühl, es geht vor allem um Macht und Posten.

    Bei den Koalitionsverhandlungen ging es neun Tage intensiv um Inhalte. Danach ging es dann aber dummerweise sehr schnell um Posten und Positionen. Wobei ich natürlich auch sagen muss, dass das die Öffentlichkeit am meisten interessiert. Die Inhalte zu vermitteln, ist oft schwierig, aber ob Schulz Außenminister wird oder Gabriel, das ist das, was die Leute interessiert.

    Haben Schulz, Gabriel und Co. mit ihrem Kampf um die Posten nicht genau jenes Bild bestätigt, das viele Menschen sowieso von Politikern haben?

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