Backnanger Kreiszeitung

  • Von Susanne Herrmann

    WAIBLINGEN. Der Tourismusmotor brummt weiterhin zuverlässig. In Baden-Württemberg liegen die Übernachtungszahlen nach neun Monaten rund zwei Prozent über dem Rekordjahr 2016. Regional sieht es allerdings nicht überall so rosig aus, der Rems-Murr-Kreis zählt aber zur Gewinnerseite: 535021 Übernachtungen meldeten die Beherbergungsbetriebe für das erste Dreivierteljahr 2017 an das Statistische Landesamt. Das sind 13626 Übernachtungen mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

    Im direkten Vergleich fiel der Monat September landesweit besser aus als vor einem Jahr: So wollten 3,2 Prozent mehr Gäste übernachten und taten dies ein Prozent öfter als im Vergleichsmonat September 2016. Somit reisten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 16,6 Millionen Menschen ins Ländle (plus 3,3 Prozent), sie übernachteten 41,1 Millionen Mal (plus 1,7 Prozent).

    Bei uns im Rems-Murr-Kreis zeigt die Gästezahl ebenfalls nach oben. Bisher zog es 255972 Übernachtungsgäste hierher, also 9115 mehr als im Vorjahr. Klingeln die Kassen der Gaststätten, Restaurants, Ladenbesitzer und Dienstleister bereits durch die Tagesgäste, füllen vor allem die Übernachtungen die Kassen der Hoteliers und Vermieter. 535021 Übernachtungen sind es bei uns bislang, und damit 13626 mehr als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Ausgehend von geschätzten durchschnittlichen 70 Euro Umsatz pro Übernachtung, macht das 954000 Euro mehr Umsatz für die Anbieter. Mit Blick auf die jüngste Entwicklung kamen im September 71100 Übernachtungen hinzu (Vorjahr: 68730).

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  • Von Steffen Grün

    BACKNANG.„Die Work-Life-Balance wird für Bewerber immer wichtiger“, sagt Eva Beutelspacher, die als Personalreferentin der Firma Harro Höfliger in Allmersbach im Tal fürs betriebliche Gesundheitsmanagement zuständig ist. Das Arbeits- und Privatleben besser in Einklang zu bringen, habe mit dem BGM jedoch allenfalls am Rande zu tun. Vielmehr gehe es darum, „die Arbeit, die Organisation und das Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten“. Demografische Entwicklungen, wie die Verschiebung des Renteneintritts, machten Angebote zum Thema Gesundheit und Bewegung sinnvoll und notwendig. Bei Höfliger wird das BGM seit gut drei Jahren „in gebündelter Form“ vorangetrieben, diverse Aktionen habe es schon vorher gegeben. Angebote im Gesundheits- und Sportbereich „steigern die Attraktivität des Arbeitgebers – heute muss man sich mehr um seine Mitarbeiter bemühen, als das vielleicht früher der Fall war“. Der Hersteller von Verpackungsmaschinen tut das laut Eva Beutelspacher in sehr vielfältiger Weise und richtet sein Augenmerk dabei auf den gesamten Gesundheitsbereich.

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  • (fv). Nach dem sehr intensiven Trainingslager im Erzgebirge in den Herbstferien stand für die Backnanger Schwimmer die württembergische Kurzbahnmeisterschaft in Neckarsulm an. Für die Jahrgänge 2000 und jünger erfolgte die Wertung pro Jahrgang und für die Schwimmer 1999 und älter in der offenen Klasse über alle Jahrgänge. TSG-Cheftrainer Hartmut Blume schickte seine Schützlinge über 100-mal an den Start. Unter 45 Vereinen mit insgesamt 568 Teilnehmern erschwammen sich die Backnanger im Medaillenspiegel der Jahrgangswertung hinter den Großvereinen aus Neckarsulm, Sindelfingen und der SV Regio Stuttgart den vierten Platz. Ein hervorragendes Ergebnis. Mit insgesamt 26 württembergischen Meistertiteln, 21 zweiten und 11 dritten Plätzen war die Meisterschaft für die TSG einer der größten Erfolge der vergangenen Jahre. Erfolgreichster Backnanger war Jannik Mauthe mit acht Titeln. Weitere Titel erschwammen Richard Schmiedefeld (6), Sara Mauthe (4), Dilara Gül (3), Chiara Vetter (2) sowie Sira Schelzel, Laura Manolaras und Carla Wenz (je 1). Podestplätze erzielten zudem Emma Schmiedefeld, Jule Sittart und Paula Wenz.

    Den Auftakt bildeten die langen Strecken über 400 Lagen und 800 Freistil. Die vier Backnanger starteten gut in die Titelkämpfe. Sara und Jannik Mauthe gewannen über 400 Lagen souverän in ihrer Altersklasse. Sira Schelzel musste sich über 800 Freistil geschlagen geben und mit Platz zwei begnügen, obwohl sie ihre Bestzeit um über 20 Sekunden steigerte, Cara Möhle freute sich auf derselben Strecke über Rang drei.

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  • Von Yvonne Weirauch

    BACKNANG.Es ist Brunhilde Barthau anzumerken, dass diese Aufgabe in der Kita mehr als nur ein Job war. An diesem Tag ist sie auf eine Stippvisite vorbeigekommen – „Bruni kommt, Bruni kommt“, rufen die am Fenster stehenden Kinder. „Die Ilse verbinden alle mit Bruni“, sagt die Leiterin der Kindertagesstätte, Yvonne Rinker. Brunhilde Barthau wurde Ende Oktober in den Ruhestand verabschiedet und es ergreift sie noch immer, wie der letzte Tag nach 48 Jahren abgelaufen ist: „Es wurde alles dekoriert, es wurden Abschiedslieder gesungen und Spiele gespielt.“ Auch ein Kochlöffeltanz sei aufgeführt worden. Eines der Kinder sei zu ihr gekommen, erzählt die 63-Jährige, und habe gesagt: „Bruni, jetzt hast du genug gearbeitet, jetzt tanzen wir.“ Und dann sei der Zillertaler Hochzeitsmarsch gespielt worden. „Ich war danach ganz schön außer Puste“, lacht die Backnangerin.

    Ihr halbes Leben hat Brunhilde Barthau in der Kita verbracht. Ihr Revier war die Küche. Allerdings kam sie mehr durch Zufall zu ihrem Job als Köchin. „Die Gründerin der Kindertagesstätte war meine Nachbarin. Als ich so 14 Jahre alt war, hat sie mich gefragt, ob ich mit den Kindern mal spiele oder bastle.“ Das habe ihr gefallen und das habe sie gerne gemacht. So sei sie in der Kita integriert gewesen. Ein bisschen später habe sie dann einen Arbeitsvertrag erhalten, den damals noch ihre Eltern unterschreiben mussten, erzählt Barthau weiter. So habe sich das entwickelt.

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  • Von Florian Muhl

    AUENWALD. „Wir öffnen unsere Türen auch für Gewerbetreibende aus anderen Kommunen“, hatte Uwe Böhret bereits vor fünf Jahren Kollegen aus der Nachbarschaft angeboten. Der langjährige erste Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV) Auenwald blickte dabei nicht nur in Richtung Gemeinde Weissach im Tal, wo sich Jahre zuvor der dortige Handels- und Gewerbeverein aufgelöst hatte. Auch in Allmersbach im Tal und in Althütte sind die Gewerbetreibenden nicht in einem eigenen Verein organisiert. Etliche Handwerksbetriebe haben bereits das Angebot angenommen und sind im HGV Auenwald Mitglied geworden. „Sie haben bei uns eine neue Heimat gefunden“, sagt Böhret.

    Einige von den „Neuen“ haben sich bereits bei der seitherigen Veranstaltung Messe.Marktplatz.Auenwald beteiligt. Die Auenwalder Gewerbeschau ist keine Leistungspräsentation der herkömmlichen Art. Das will sie auch nicht sein. „Zwanglos und locker geht’s hier zu“, sagt Böhret. Das Konzept beschreibt der Vorsitzende wie folgt: „Mit möglichst wenig Aufwand einen doch attraktiven Stand präsentieren.“ Möglichst wenig Aufwand heißt: schnell soll es gehen. Der Aufbau sowie auch der Abbau. Denn Zeit ist Geld. Darauf schauen die Aussteller.

    Einen weiteren wesentlichen Aspekt nennt Böhret: „Die Messe muss abwechslungsreich sein. Nicht jedes Jahr dasselbe.“ Aus diesem Grund formulierte der HGV folgendes Ziel: „Wir wollen eine größere Gruppe an potenziellen Ausstellern erreichen, damit diese sich auch abwechseln können.“

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  • WINNENDEN (pm). Landrat Richard Sigel plädiert dafür, in Zeiten der Wohnungsnot Baustandards anzupassen. Er hatte Vertreter von Baurechtsämtern und Bauunternehmern im Rems-Murr-Kreis zu einem runden Tisch Baurecht eingeladen. Das Treffen im Rems-Murr-Klinikum Winnenden diente dem besseren gegenseitigen Kennenlernen und der Optimierung von Arbeitsabläufen.

    Sigel erklärte, dass seit Jahren die Zahl der Bauanträge konstant ansteige, was unter anderem der boomenden Wirtschaftslage zu verdanken sei. Auch der starke Flüchtlingszustrom in den Jahren 2015/16 habe den Baurechtsämtern einiges abverlangt. „Gleichzeitig ist der Markt an qualifiziertem Personal so gut wie leer gefegt“, so Sigel. Gerade die öffentlich Hand tue sich daher im Moment sehr schwer, offene Stellen in den Baurechtsämtern zu besetzten. Die Vertreterin einer kommunalen Baurechtsbehörde mahnte die Bauunternehmer, Baugenehmigungen im Rahmen der geltenden Rechtslage zu beantragen und auf die Qualität der Antragsunterlagen zu achten. Seien diese beiden Voraussetzungen erfüllt, könne eine deutlich zügigere Bearbeitung gewährleistet werden.

    Die vertretenen Bauunternehmer wiesen auf den starken Wettbewerb hin, in dem sie sich gerade in einem Verdichtungsraum wie der Region Stuttgart täglich behaupten müssten. Stark differierende Bearbeitungszeiten von Bauanträgen seien gerade bei größeren Projekten problematisch. Zudem mahnten sie eine bessere Abstimmung unter den verschiedenen Baurechtsbehörden an. Man habe oft das Gefühl, dass die gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich interpretiert würden. In Richtung der Kommunen wurde die Bitte formuliert, gerade ältere Bebauungspläne fortzuschreiben und diese der aktuellen Rechtslage und den heutigen Anforderungen anzupassen.

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  • FELLBACH. Die Feuerwehr Fellbach ist am Dienstagvormittag wegen eines Alarms in einer Asylunterkunft in der Bruckstraße ausgerückt. Dort hatte in einem Zimmer der Feuermelder ausgelöst. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte qualmte es bereits aus einer Türe in Richtung Flur. Beim Betreten des Zimmers, in dem keine Bewohner zugegen waren, qualmte eine Matratze. Die Feuerwehr löschte diese schnell. Das Zimmer ist durch den Rußniederschlag vorläufig nicht bewohnbar. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Nach derzeitigem Stand scheint eine fahrlässig verursachte Brandlegung von den Bewohnern laut Polizei als sehr wahrscheinlich.

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  • WAIBLINGEN (pm). Landrat Richard Sigel wird ab sofort als ehrenamtlicher Beauftragter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge Ansprechpartner und Verbindungsmann für den Rems-Murr-Kreis sein. Er löst damit den bisherigen Kreisbeauftragten, den Winnender Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth, ab, der die Kriegsgräberfürsorge seit September 2010 im Landkreis vertreten hat und seit 2014 auch Bezirksvorsitzender im Regierungsbezirk Stuttgart ist.

    „Meine Generation hatte das große Glück, in Frieden, Sicherheit und Freiheit aufzuwachsen. Dieses Glück gilt es aufrechtzuerhalten und – insbesondere auch an die Generationen nach uns – weiterzugeben“, betont Landrat Sigel. „Jedes dieser Gräber soll uns daran erinnern, dass wir immer wieder gemeinsam für die Völkerverständigung und den Frieden einstehen müssen.

    Dazu gehört für mich auch – gerade in Zeiten, in denen viele Konflikte in der Welt schwelen oder gar kriegerisch ausgetragen werden – ein vereintes und friedliches Europa“, so der Landrat weiter.

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  • Von Tim Lindner

    Mit vier Erfolgen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage hatte Waldrems an den ersten zwei Spieltagen die Basis für die DM-Qualifikation geschaffen. Nun ging es über 450 Kilometer hinauf in den Norden, um in Hahndorf bei Goslar die die letzten drei Duelle zu absolvieren.

    Bereits im Auftaktspiel gegen den Neuling aus Baunatal machte die Mannschaft um Coach Thorsten Völk und Co-Trainer Markus Heckelmann ihren Start bei den Titelkämpfen in der Karl-Euerle-Halle in Backnang perfekt. Es gab einen 3:0-Sieg, bei dem es allerdings etwas dauerte, bis der RSV den Weg durch die Abwehr des Kontrahenten fand. Die Treffer von David Piesch (2) und Björn Bootsmann fielen allesamt in der zweiten Halbzeit.

    Nun folgte das Prestigeduell mit Tabellenführer Ginsheim, den die Schwaben unbedingt noch abfangen wollten, um als Erster zur deutschen Meisterschaft anzutreten. Beide Abwehrreihen leisteten hervorragende Arbeit, daher stand es bis 30 Sekunden vor Schluss 0:0. Dann musste RSV-Torwart Markus Weller doch noch hinter sich greifen, das 0:1 bedeutete die zweite Saisonniederlage und die Gewissheit, maximal Zweiter zu werden.

    Den Frust schoss sich Waldrems im letzten Spiel gegen Hahndorf von der Seele. Kapitän Marcel Schüle traf viermal, zwei Tore steuerte Piesch bei – 6:1. Neben dem RSV qualifizierten sich Ginsheim, Krofdorf, Ailingen und Gärtringen für die Titelkämpfe in Backnang in zweieinhalb Wochen. Es dürfte spannend werden.

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  • (pm). Beachvolleyballer Yannick Harms aus Backnang und sein Partner Philipp Arne Bergmann haben eine sehr erfreuliche Nachricht erhalten. Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat das Duo fürs kommende Jahr zu einem von vier Männer-Nationalteams ernannt. Bereits am gestrigen Montag wurden die Hoffnungsträger im Rahmen einer Pressekonferenz am Olympiastützpunkt in Hamburg vorgestellt. In der Hansestadt trainieren Harms und Bergmann mittlerweile auch mit den drei anderen Nationalteams sowie den Bundestrainern Martin Olejnak und Eric Coreng, dafür haben sie den Bundesstützpunkt Stuttgart unter Bundestrainer Jörg Ahmann nach drei Jahren verlassen. „Wir haben Jörg Ahmann viel zu verdanken. Er hat uns dahin gebracht, wo wir jetzt stehen“, betont Yannick Harms. In der Weltrangliste nimmt das Duo den 63. Platz ein.

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            Yannick Harms<br />
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  • BACKNANG (yw). Der Baum ist schon mal da, Weihnachten kann kommen: Gestern Mittag wurde der Christbaum durch die Backnanger Straßen bugsiert und unterhalb des Stadtturms auf dem Marktplatz aufgestellt. Ein Kran hievte das Riesengewächs in die Höhe. Es handelt sich in diesem Jahr laut Stadtverwaltung um eine 14 Meter hohe Nordmanntanne. Wie alle anderen Weihnachtsbäume auch, die in Backnang aufgestellt wurden beziehungsweise noch werden, wurde auch dieser Baum von einem Backnanger gespendet – diesmal aus dem Seelacher Weg. Fertig geschmückt ist der Baum freilich noch nicht. Die Lichterketten werden ab heute montiert. Foto: A. Becher

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  • Von Armin Fechter

    BACKNANG. Ganz unterschiedlich reagieren die beiden Backnanger Bundestagsabgeordneten auf das Ende der Jamaika-Gespräche. Während Norbert Barthle (CDU) weiterhin zu Kanzlerin Angela Merkel steht und erklärt, jetzt sei man „erst recht auf ihre ruhige, ausgleichende und sachkundige Führung angewiesen“, erklärt Christian Lange (SPD) forsch: „Die Zeit von Angela Merkel ist anscheinend vorbei.“ Die Union müsse sich jetzt überlegen, wie sie mit der gescheiterten Frau an der Spitze umgehen will.

    Verkehrsstaatssekretär Barthle bedauert das Scheitern, er nimmt es aber, „ohne groß überrascht zu sein“. Von Beginn an sei klar gewesen, dass es kein Kinderspiel werden würde, die vier Parteien „zu einem verlässlichen und zukunftsfähigen Bündnis zusammenzuschmieden“. Schon die ungewöhnlich lange Dauer der Sondierungsgespräche habe gezeigt, wie unterschiedlich die Positionen zu zentralen Fragen gewesen seien. Zugleich warnt er jetzt vor vorschnellen Schuldzuweisungen: „Alle Verhandlungspartner hatten sehr weite Wege zurückzulegen, für einige war es offensichtlich zu weit.“

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  • Von Sarah Schwellinger

    BACKNANG. „Erzählt mir doch, was sind denn genau eure Aufgaben hier?“, fragt Susanne Eisenmann die Schülerinnen Maike Zowe und Christina Bittermann, die gerade hinterm Tresen der Schüler-Bibliothek sitzen. Die Kultusministerin ist interessiert, engagiert und geht bei ihrem Rundgang durch die Max-Eyth-Realschule offen auf die Schüler zu, unterhält sich mit ihnen über den Unterricht und den ganz normalen Schulalltag.

    „Nicht überall werde ich mit Gesang empfangen“, sagt die Ministerin, nachdem sie gestern mit einem Lied des Unterstufenchors an der Backnanger Schule begrüßt worden war.

    Schulleiter Heinz Harter führte zusammen mit seinem Stellvertreter Timm Ruckaberle die Kultusministerin durch die Realschule. Unter dem Titel „Klassentreffen – unterwegs in Sachen Bildung“ macht sich Eisenmann seit Oktober 2016 einmal im Monat ein Bild von den Schulstandorten im Land: „Ich besuche die Schulen, um mit den Lehrern, Schülern und Eltern zu sprechen, um abzufragen, was läuft oder eben nicht läuft.“ Wichtig seien für sie dabei die kritischen und konstruktiven Gespräche. 4500 Schulen gibt es in Baden-Württemberg im öffentlichen Bereich, davon 2400 Grundschulen.

    Bei ihrem Besuch der Silcher-Grundschule in Weinstadt hatten am Vormittag Schüler aus dem Rems-Murr-Kreis die Gelegenheit, die Kultusministerin auszufragen. Auch Maksim Benenson, Schülersprecher der Max-Eyth-Realschule und Jugendvertreter der Stadt Backnang, war bei der Diskussionsrunde dabei: „Es ging vor allem darum, wie Schule in ein paar Jahren aussieht und wie es für uns als Schüler weitergeht.“

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  • Von Rainer Stütz

    WELZHEIM. Die Kinderaugen strahlen. Der Leiter des Kinderhauses Pfarrstraße, Dirk Böhm, hat einige Kinder zu Vorbesichtigung und zum Fototermin mit Roland Birkle mitgebracht. Der pensionierte Lehrer versteht es vorzüglich, die Mädchen und Jungen spielerisch an das Thema heranzuführen. Weihnachten zieht immer noch bei den Kleinen, nicht nur wegen der Geschenke. Es hat auch einen Hauch von Geheimnisvollem, von etwas Besonderem, von etwas Himmlischem. Adventskalender, Adventskränze, Nikoläuse, Räuchermännchen Nussknacker, Christbaumschmuck, Weihnachtsbäckerei und vieles mehr. Auch einige Exponate, die aus der Partnerschaftsstadt Auerbach im Erzgebirge der Stadt Welzheim stammen, sind zu besichtigen.

    Im Erdgeschoss des Museums in der Pfarrstraße steht die Vitrine mit den Nikoläusen. Große und kleine. Auch welche aus Schokolade. Die kann man aber nicht mehr essen. Zu alt und ungenießbar. „Ein Nikolaus“, verrät der 68-jährige Roland Birkle den Kleinen, „ist so alt wie ich.“ Das ist schon was Besonderes. Aus Neugierde hat Roland Birkle das Papier etwas angelupft. Die Schokolade sieht gar nicht mehr lecker aus, auch nicht für die allergrößten Schleckermäuler.

    Neben der Ausstellung gibt es noch ein umfangreiches Rahmenprogramm: Ausmalblätter und Farbstifte für Kinder liegen aus, es werden Weihnachtsbasteleien für Kinder und Erwachsene angeboten und Advents- und Weihnachtsgeschichten vorgelesen.

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  • (kk). Backnangs Vorzeigejudoka Katharina Menz gewann beim Grand Prix in Den Haag die Bronzemedaille. Die viermalige deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen auf internationaler Ebene. „Das ist mega genial“, jubelte ihr heimischer TSG-Trainer Jens Holderle.

    Bei einem Grand Prix handelt es sich um die zweithöchste internationale Wettkampfkategorie, darüber gibt es nur noch Grand Slams. Bislang holte Menz zwar Medaillen bei European Opens oder European Cups, Bronze bei einem Grand Prix gab’s für die 27-Jährige aber noch nie. „Das ist ein Riesenerfolg für sie und ein Fingerzeig in die richtige Richtung. Einfach toll, wir freuen uns riesig für sie“, betont Holderle und deutet den von Menz anvisierten Olympiastart 2020 an.

    In Den Haag bezwang das Leichtgewicht zunächst die Spanierin Cinta Garcia Mesa (Weltranglistenplatz 35). Menz, vor dem Wettkampf auf Rang 72 notiert, traf danach auf die Ukrainerin Daria Bilodid (18.), die später Gold holte. Folglich unterlag das TSG-Eigengewächs. In der Trostrunde räumte Menz Anne Sophie Jura (Belgien) gekonnt aus dem Weg. Im Kampf um Platz drei wartete Anastasia Pavlenko, die vor dem Wettkampf in der Weltrangliste zwei Plätze vor Menz lag. Die Kämpferin von der Murr ließ sich auch von der Ex-Junioren-Weltmeisterin aus Russland nicht aufhalten und schaffte mit dem Sieg den Sprung aufs Podest.

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  • Von Heinz Bohn

    Bereits vor dem Heimspiel ist in der Sporthalle Katharinenplaisir die gute Stimmung im Team der Murrtalerinnen spürbar. Kein Wunder. Mit bereits sieben Punkten im Rücken und einem klaren Pokalsieg (3:0 gegen die SG Vorbach Tauber) ist das Team um Mannschaftskapitänin Lisa Sipple in der Favoritenrolle gegen Schlusslicht Ettlingen/Rüppurr. Lisa Sipple erhofft sich „mit den tollen Backnanger Zuschauern im Rücken einen Sieg, möglichst mit 3:0 oder 3:1“.

    Das ist auch der Matchplan, um den Ausfall von Zuspielerin Andrea Lachenmaier bestmöglich zu kompensieren. Mit Gloria Heller steht auf dieser Position eine gleichwertige Alternative zur Verfügung. Zudem hat sie beste Kenntnisse über Stärken und Schwächen des Gegners, da Heller erst vor Kurzem von den Gästen zur TSG zurückkehrte. Daher ist diese Partie schon etwas Besonderes für die Zuspielerin, die aber „einfach nur Spaß haben will, obwohl es gewaltig kribbelt“, gegen den Ex-Klub anzutreten.

    Trainer Pitt Richter forderte von seinem Team „aktive Feld- und Bodenarbeit“ ein, um die drei Angreiferinnen im 5:1-System gut in Szene setzen zu können. Doch der Plan ging zunächst nicht auf. Ettlingen/Rüppurr startete furios, führte schnell 6:0 und gab den Vorsprung im ersten Satz nicht mehr aus der Hand. Die TSG kam kaum ins Spiel und leistete sich zahlreiche Fehlaufschläge. Zudem klappte das Zuspiel zu selten und die Angreiferinnen konnten kaum punkten. Folgerichtig ging der erste Satz nach 20 Minuten Spielzeit mit 25:12 an die Gäste.

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  • Von Andreas Kölbl

    WAIBLINGEN. Vanessa Kaps und Tamara Roith, 28 Jahre, amtieren seit vergangenem Wochenende offiziell als neues Regentinnen-Paar der Waiblinger Karneval-Gesellschaft. Eine erlebnisreiche und anstrengende Saison steht ihnen bevor, denn bis Aschermittwoch repräsentieren die beiden Majestäten den Verein in der Öffentlichkeit, besuchen befreundete Vereine und winken den Massen bei Umzügen zu.

    Als gleichgeschlechtliches Faschingspaar sind sie mitnichten eine Verlegenheitslösung – etwa, weil sich kein Prinz gefunden hätte. Tatsächlich besteht bei der Regentenwahl manchmal Männermangel, aber in der neuen Kampagne verhält es sich anders bei der WKG: Vanessa Kaps und Tamara Roith sind auch im echten Leben ein Paar mit allem, was dazugehört. Seit dem letzten Brauchtumsabend des Vereins sind sie verlobt. Sie wollen heiraten, ein Termin für die Hochzeit steht indes noch nicht fest. In letzter Zeit stand eher der Nestbau im Vordergrund – in Winnenden haben sie sich ein Haus gekauft. Ein Kind lebt mit im Haushalt. Denn aus erster, gemischtgeschlechtlicher Ehe bringt Tamara Roith eine Tochter mit in die Beziehung. Ihr Sohn, den sie mehrmals die Woche sieht, lebt beim Vater. Das klappe ganz gut. Traditionell beziehen sich die närrischen Namen von Faschingspaaren auf die Berufe der Partner. So auch bei „Tamara vom süßen Schneckle“ – als Bäckerei-Fachverkäuferin bringt sie süße Stückle und Nussschnecken an die Kunden. Anders bei „Mampfred, dem Ersten seiner Art“, wobei der Verein bewusst darauf anspielt, einen weiblichen Prinzen gekürt zu haben.

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  • Von Alexander Hornauer

    Auch vom Fünftorerückstand nach 40 Minuten waren die Landesliga-Handballer des HC Oppenweiler/Backnang beim TV Flein nicht aus dem Konzept zu bringen. Mit einer beeindruckenden Schlussphase drehten sie dieses Schlagerspiel im Unterland, nach dem 34:28 stehen nun bereits acht Erfolge in Serie zu Buche.

    Spielertrainer Sebastian Forch, der als umsichtiger Lenker und Denker im Angriffsspiel großen Anteil am Sieg hatte, sprach nach dem vierten Erfolg im sechsten Auswärtsspiel von einer „super Teamleistung“. In der Tat bot der HCOB einen erfreulichen Auftritt – vor allem, weil die Gäste auch knifflige Momente überstanden und sich zu einem Zeitpunkt zurückmeldete, als das Ende der Siegesserie zu befürchten war. Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte, die sich auch im 16:16 beim Wechsel niederschlug, waren die Murrtaler anfangs des zweiten Durchgangs nämlich nicht auf der Höhe. Das 17:17 durch Tobias Pecoroni blieb für einige Minuten das letzte Gästetor. Der TV Flein setzte sich bis zur 40. Minute auf 24:19 ab.

    Oppenweiler/Backnang warf aber das mit zuletzt starken Leistungen erworbene Selbstvertrauen in die Waagschale, zudem bremste eine Auszeit den Tatendrang der Hausherren. Der HCOB steigerte sich in der Abwehr enorm und durfte sich auf einen in Bestform agierenden Torwart Stefan Merzbacher verlassen. Seine Zuspieleleiteten schnelle Gegenstöße ein – entweder kamen die Gäste mit direkten Kontern zum Erfolg oder sie waren in der zweiten Welle kaum zu stoppen. Außenspieler Johannes Csauth erzielte binnen 81 Sekunden drei Tore und spätestens damit war klar, dass die Karten neu gemischt sind.

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  • (ag/stg). Nach zwei vierten Plätzen an den ersten beiden Wettkampftagen in der heimischen Karl-Euerle-Halle und in Heidelberg mussten sich die Regionalliga-Turnerinnen der TSG Backnang in Runde drei in Ingelfingen mit Rang fünf begnügen. Insgesamt sind die Murrtalerinnen in dem Feld der sieben Mannschaften weiter Vierter, der Klassenverbleib ist ihnen vor dem letzten Wettkampf in Veitshöchheim am Sonntag (15.30 Uhr) so gut wie sicher – und das, obwohl die Rivalinnen von der KTV Hohenlohe (3. Platz/157,45 Punkte) und der TG Veitshöchheim (4./156,50) dieses Mal vor der TSG (5./152,20) landeten. Einen direkten Absteiger gibt es nämlich gar nicht, nur der Letzte muss in die Relegation – und der Vorsprung der Riege um die Trainerinnen Eva Gier und Melanie Andergassen auf das Schlusslicht aus Veitshöchheim beträgt acht Punkte. Da müsste schon eine Menge schiefgehen, damit Backnang die rote Laterne bekommt.

    In Ingelfingen haderten die Turnerinnen aus der Murr-Metropole zunächst mit den Punktrichtern. Sowohl Emely Pokorny, die am Stufenbarren 7,5 Punkte zugesprochen bekam, als auch Taina Griem, für die es 7,7 Zähler gab, hätten in ihren Augen für die guten Übungen einiges mehr verdient gehabt. Evelyn Lörintz leistete sich einen Sturz und ergatterte nur 7,1 Punkte, dasselbe Ergebnis stand für Deborah Weingärtner zu Buche. Felin Weißhaar steuerte mit 7,05 Zählern das Streichresultat bei. Am Stufenbarren waren die Backnangerinnen das schwächste Team, was den Unmut über die Jury nicht gerade minderte.

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  • Von Kornelius Fritz

     

    BACKNANG. „Demokratie muss lebendig sein. Die Leute müssen eine echte Wahl haben“, findet Volker Dyken. Deshalb hat sich der 48-Jährige, der in Waldrems wohnt und an einer kaufmännischen Schule in Waiblingen Mathematik, Physik und Chemie unterrichtet, entschlossen, Frank Nopper herauszufordern. Dyken kennt sich mit Kandidaturen aus: 2011 ist er bei der Landtagswahl für die Piratenpartei im Wahlkreis Backnang angetreten, 2013 bei der Bundestagswahl im Wahlkreis Waiblingen und bei der Landtagswahl 2016 in Schwäbisch Gmünd. „Ich habe unglaublich viel Spaß an Politik“, sagt Dyken, der nun aber erst einmal die erforderlichen 50 Unterstützerunterschriften sammeln muss, damit seine Bewerbung für die OB-Wahl zugelassen wird.

    Weitere Kandidaten, die Frank Nopper Konkurrenz machen wollen, sind bisher nicht in Sicht. Die Grünen, die angekündigt hatten, nach einem Gegenkandidaten zu suchen, sind laut Willy Härtner nicht fündig geworden. Von den Leuten, die er im Auge hatte, habe er leider nur Absagen kassiert, berichtet der Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat. Gegen einen OB, der seit 16 Jahren im Amt ist, rechneten sich die Angesprochenen offenbar keine Chancen aus. Härtner bedauert das: „Wir hätten gerne einen Kandidaten gehabt, der unsere Themen voranbringt“, sagt er. Beim Ausbau erneuerbarer Energien etwa zeige Frank Nopper längst nicht das Herzblut wie etwa sein Tübinger Amtskollege Boris Palmer.

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  • Von Carmen Warstat

    BACKNANG. Kai Bosch, der vor drei Jahren siegreiche Backnanger Slammer und zudem Baden-Württembergische U20-Meister im Poetry Slam, eröffnete den Reigen ganz im Sinne des LiteraTour-Mottos „Lesen – gefällt mir!“, indem er in einem Exkurs über Aspekte der „Orientierung“ auf soziale Netzwerke anspielte.

    Nach der Pause sollte er erneut zu Wort kommen, dieses Mal mit einem heiteren Ausflug ins Touristische, das Besondere daran: In dem nicht gerade kurzen Text gab es nur einen Vokal, das „a“. Das jugendliche Publikum reagierte vergnügt auf den somit angedeuteten Anspruch der Veranstaltung und feierte Kai Bosch mit begeistertem Applaus.

    Als Moderator fungierte Nikita Gorbunov, der einen festen Platz in der Stuttgarter Poetry-Szene hat und Vorstand des Vereins „ausdrucksreich“ ist. Dieser hatte die Jugendlichen der weiterführenden Backnanger Schulen in Workshops auf den Poetry Slam vorbereitet. Ergebnis: Die Backnanger Poeten können sich hören lassen. 22 von ihnen traten im Haus der Jugend an, zwei von ihnen im Team, die anderen einzeln, und präsentierten tiefernste oder verträumte sowie heitere oder erfrischend respektlose Texte. Eine fünfköpfige Jury besorgte das Voting, und Gorbunov verkündete jeweils die Ergebnisse. Punktwertungen, um die es eigentlich ja gar nicht gehen sollte, denn: „The point is poetry“, hatte der Moderator eingangs erläutert: Es geht um Dichtkunst. Und um Spaß.

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  • Von Klaus J. Loderer

    BACKNANG. Nun haben sie auch endlich einen Grabstein bekommen. 72 Jahre nach ihrem Tod am 4. April 1945 haben jetzt auch der damals sechzehnjährige Gerhard Braun und der vierzehnjährige Konrad Schlipf einen Grabstein bekommen. Die beiden Jugendlichen kamen unter bis heute ungeklärten Umständen bei einem Fliegerangriff auf das Murrtalviadukt um. Danach fehlte von ihnen jede Spur. Da man keine Leichen fand, gab es auch kein Grab. Nun hat Roland Idler einen Grabstein gestiftet, der auf dem sogenannten Unteren Ehrenfeld auf dem Backnanger Stadtfriedhof aufgestellt wurde und so an die beiden Jungs erinnert. Am Samstag wurde der Stein vor der Feierstunde zum Volkstrauertag von Oberbürgermeister Frank Nopper und dem evangelischen Dekan Wilfried Braun enthüllt. Unweit davon erinnert der Name Johannes Trefz aus Oberschöntal auf einem Grabstein an einen weiteren Toten dieses Tages.

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  • Von Heidrun Gehrke

    LEUTENBACH. Viele hören es am Samstagvormittag in den Nachrichten oder merken es an der Umleitung am Samstagvormittag: Der Leutenbachtunnel ist in beide Seiten voll gesperrt. Grund ist eine Großübung von Feuerwehr, Polizei, Rettungs- und Sanitätsdienst. 105 Einsatzkräfte spielen ein Unfallszenario durch: „Fahrzeugbrand im Tunnel mit Folgeunfall im Rückstau“ lautet der Titel der Großübung. Das Skript ist für die Einsatzkräfte bewusst aufwendig gestaltet. Auf dem Programm stehen Brandbekämpfung, Menschenrettung, Personenbefreiung nach Verkehrsunfall – und das unter den erschwerten Bedingungen einer „unterirdischen Verkehrsanlage“, wie der Straßentunnel korrekt genannt wird.

    Das Schlimmste ist der Rauch. „Die Kunststoffe in den Fahrzeugen brennen schnell, es reicht bereits ein kleiner Brand aus, um viele Menschen in Gefahr zu bringen“, so Andreas Wersch, Pressesprecher der Feuerwehren im Rems-Murr-Kreis. Die Rauchausbreitung, die das auf Verrauchungsversuche spezialisierte Institut für Industrie-Aerodynamik aus Aachen mit Gasflammen von einem im Tunnel aufgebauten Regiewagen aus vorführt, sorgt im Ernstfall für Rauchgasvergiftungen und ist tödlich, so Wersch. Eine zusätzliche Gefahr gehe von schwarzem Glanzruß aus, der sich an den Wänden absetzt.

    Der Tunnel ist sofort verdüstert, die Stimmung bedrohlich

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  • Von Armin Fechter

    WAIBLINGEN. „Ich fühle mich sehr gut angenommen“, sagt der Jurist, der nun seit gut 100 Tagen seinen neuen Posten im Landratsamt ausübt. Dass sein beruflicher Weg in den Rems-Murr-Kreis führen würde, war aber keineswegs vorgezeichnet. Ganz im Gegenteil: Der gebürtige Mönchengladbacher ist schon ziemlich herumgekommen.

    Dass Kretzschmar einmal studieren würde, war keineswegs absehbar. Aber er konnte in Nordrhein-Westfalen damals schon in der Hauptschule den Realschulabschluss erwerben, eine Möglichkeit, die in Baden-Württemberg erst mit den Werkrealschulen und den heutigen Gemeinschaftsschulen geschaffen wurde. Mit der Mittleren Reife in der Tasche startete er durch, wechselte aufs Gymnasium und legte 1995 das Abitur ab.

    Damit stand ihm der Weg zu einem Studium offen. Kretzschmar entschied sich für die klassische Disziplin, Jura, und wählte als Schwerpunkt die Bereiche Strafrecht und Kriminologie. „Ich wollte Jugendrichter werden“, schildert er seinen damaligen Berufswunsch. Die Idee kam nicht von ungefähr. Denn schon bevor er sich an der Universität Mainz einschrieb, hatte er sich der Jugendarbeit gewidmet und war aktiver Mitstreiter in der Katholischen Jungen Gemeinde. Folgerichtig absolvierte er später auch sein Referendariat in einer Justizvollzugsanstalt für Jugendliche.

    Sportliche Heimat beim Judo

    und weniger beim Fußball

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  • Von Annette Hohnerlein

    BACKNANG. Die Backnanger Werkstätten der Paulinenpflege Winnenden sind ins Schwabenalter gekommen. 1977 startete die Einrichtung der Behindertenhilfe mit einer Korbmacherei und einer Bekleidungsnäherei, heute beschäftigt der Betrieb insgesamt über 700 Mitarbeiter an sechs Standorten und ist ein wichtiger Partner der Industrie. Eine Aufgabe für die Zukunft ist die vermehrte Schaffung von betriebsintegrierten Arbeitsplätzen.

    Eine Beschäftigte in der Montagegruppe sitzt vor mehreren Boxen mit winzigen Metallteilen. Mit spitzen Fingern pickt sie einige heraus, steckt sie geschickt zusammen und setzt die fertigen Teile auf eine gelochte Platte, eins neben das andere. Eine Sisyphusarbeit, bei der manch anderer schnell die Geduld verlieren würde. Die junge Frau aber strahlt, stolz demonstriert sie den Teilnehmern der Führung ihre Arbeit. Auch in der Textilabteilung nebenan ist feinmotorisches Geschick gefragt. An den Nähmaschinen werden hauptsächlich Teile für die Autoindustrie gefertigt, zum Beispiel Windschotts oder Verdecke für Cabrios.

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  • Von Claudia Ackermann

    SPIEGELBERG. Wenn es nach Glühwein duftet, die Lichterketten glitzern und der Leierkastenmann im Spiegelberger Ortsteil Adventslieder spielt, dann ist wieder Weihnachtsmarkt in Jux. Schon seit 28 Jahren hat sich der Auftakt zur besinnlichen Zeit in dem idyllisch gelegenen Örtchen in den Löwensteiner Bergen etabliert und zieht Besucher aus der ganzen Region an.

    „Hiermit beginnt für uns das Gefühl für die Weihnachtszeit“, sagt Stephan Kühner. „Wir kommen, weil der Weihnachtsmarkt der erste ist und wir es kaum erwarten können.“ Er ist mit seiner Frau Christa aus Kernen-Stetten im Remstal hergekommen. Das Paar schätzt besonders den gemütlichen Charakter, und dass auch viel Selbstgemachtes angeboten wird.

    Fünfzig Stände sind aufgebaut. „Wir legen großen Wert auf Vielfalt“, betont Ute Volz, die den Markt jedes Jahr organisiert. Dabei wird darauf geachtet, auch lokale Aussteller zu berücksichtigen, wie etwa einen Stand mit handbemalten Mobile aus „Jux-Holz“, oder mit selbstgemachter Filz-Bekleidung und Kräuterkissen aus Großhöchberg. Der Waldkindergarten, der Adventskränze anbietet, oder die Georg-Kropp-Schule aus Wüstenrot mit selbst gebackenen Waffeln bezahlen keine Standgebühr. Auch von weiter her kommen die Marktbestücker, wie ein Anbieter von Honig und Met aus Metzingen. Er kommt jedes Jahr zum Juxer Weihnachtsmarkt: „Weil es so schön familiär ist.“ Die Aussteller kennen sich untereinander und auch Stammkunden kommen jedes Jahr wieder.

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  • Von Armin Fechter

    BACKNANG. Als Heiner Kirschmer vor drei Jahren den ersten Band mit Anekdoten aus Backnang vorstellte, zeigte sich rasch: Diese Sammlung humorvoller Geschichten kommt einem Bedürfnis in der Bevölkerung entgegen. Kirschmer erfüllte sich damit zugleich auch selbst den Wunsch, Backnanger Originale in Szene zu setzen und Begebenheiten zu schildern, die abseits jeder offiziellen Chronik liegen. Der etwas verklärte Blick in die jüngere Vergangenheit wird mit einer Portion Ironie garniert und mit einem Augenzwinkern serviert. Er lässt ein Stück Backnang wieder lebendig werden, wie es die Leser selbst erfahren haben oder vom Hörensagen kennen – und nun haben sie es auch schwarz auf weiß.

    Bald folgte ein zweiter Band, und jetzt liegt, nach zwei Jahren der Vorarbeit und intensiven Recherchen, die dritte Folge vor: die „Backnanger Gschichdla Nr. 3“. Und wie sollte es anders sein: Der Band handelt von Personen und Persönlichkeiten, er enthält Geschichten aus und von Backnang und bietet eine hübsche Reihe anderer kurzer Erzählungen.

    Die unterhaltsamen Beiträge sind zum Großteil von Kirschmer selbst verfasst, zum Teil von Co-Autoren. Es geht um Personen wie den Weltenbummler und Abalone-King Fred Glasbrenner, den Tierdompteur Paul Engert mit seinem Affen Miro, den Rosenwirt Eugen Hammer, den Löwenwirt Werner Lutz mit seinen Sprüchen und Anekdoten und den Torefabrikant Ernst Kress, der sogar Stoff für zwei Geschichten hergab: „Grippe“ und „Holzfuß“.

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  • Von Steffen Grün

    Auf der einen Seite die nach zuletzt drei Siegen vor Selbstvertrauen strotzende SG, die sogar Tuchfühlung zu den Spitzenplätzen hat. Auf der anderen Seite die Erfurter, die aus den vorherigen sieben Partien nur ein Pünktchen geholt hatten und dazu noch von Querelen in der Führung und einer Finanzkrise durchgeschüttelt werden. Unter diesen Vorzeichen konnte es eigentlich nur einen Sieger geben, doch so berechenbar ist die Kickerei eben oft nicht.

    „Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwergetan, Torchancen zu kreieren“, gab Aspachs Trainer Sascha Hildmann zu und lobte die Gäste: „Erfurt stand sehr kompakt und kam immer wieder diszipliniert hinter den Ball.“ Kritik erntete die eigene Elf: „Wir haben im letzten Drittel oft die falsche Entscheidung getroffen.“ Der 45-Jährige beklagte „schlechte Pässe oder ungenaue Zuspiele“, als Ergebnis kam zwar ein kampfbetontes, aber wenig attraktives Spiel heraus. Mit einem Minimum an Torszenen, vor der Pause war es hüben wie drüben nur eine wirklich gefährliche.

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  • Von Alexander Hornauer

    Die Murrtaler taten sich anfangs im Angriff schwer, kamen nur selten zu guten Torchancen und lagen daher mit 2:5 hinten. Dann setzten die Gäste durch Konter Nadelstiche, Philipp Schöbinger glich vom Kreis zum 5:5 aus. Vorne lief es nun besser, allerdings war die Torchancenverwertung schwach. Mehrfach scheiterten die Schützlinge von Coach Matthias Heineke aus besten Lagen am starken Keeper Mario Ruminsky. Prompt gerieten sie wieder mit 6:9 ins Hintertreffen, um sich mit viel Engagement in den folgenden Minuten erneut auf 9:9 heranzukämpfen.

    Der HCOB hätte durchaus in Führung gehen können, ließ aber weiter in günstigen Momenten gute Möglichkeiten aus. Florian Frank scheiterte beim Konter, Benjamin Röhrle vergab einen Siebenmeter. Der HBW setzte sich wieder ab. Weil Ruben Sigle nun aber mit viel Zug zum Tor agierte, blieben die Gäste dran. Kurz vor der Pause schloss Philipp Maurer einen Gegenstoß zum 12:13-Anschlusstor ab. Und mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit sah Balingens Adam Soos die Rote Karte. Er traf Philipp Schöbinger beim direkten Freiwurf auf der Stirn.

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  • Von Clemens Stöver

    Vor dem Wettkampf war noch einmal der Rechenschieber bemüht und herausgearbeitet worden, dass Backnang auch bei einer Niederlage drinbleiben könnte – allerdings nur, wenn München nicht mehr als drei Geräte für sich entscheiden würde. Darauf wollte es die TSG aber nicht ankommen lassen, vielmehr sollte mit einem Heimsieg in der gut gefüllten Karl-Euerle-Halle alles klargemacht werden.

    Anfangs sah es nicht danach aus. Die am Boden sonst so starken Einheimischen patzten in dieser Disziplin mehrmals und hatten mit 3:6 das Nachsehen. Nur Björn Kuhn sicherte sich gegen Florian Bau drei Punkte, in den drei weiteren Duellen zogen Robert Steiner, Urs Böckheler und Jonathan Cocks den Kürzeren. Die Nervosität war nun mit Händen zu greifen, denn allen inklusive dem auf der Tribüne die Daumen drückende OB Frank Nopper war klar, was auf dem Spiel steht.

    Am Pferd schien sich die Misere fortzusetzen: Timo Bölcke und Kuhn, der einmal das Gerät verlassen musste, gingen leer aus. Es war Cocks, der gegen Jorin Seidl die ersten zwei Punkte für Backnang erbeutete. Sogar deren vier holte Florian Ellinger, der stark turnte und seinen Rivalen Christian Sendner in den Schatten stellte. Somit gewann die TSG dieses Gerät nach großen Startschwierigkeiten noch mit 6:3.

    Am Barren räumt Backnang

    die letzten Zweifel aus

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  • Von Matthias Nothstein

    BACKNANG.Es ist Freitag, der 18. Februar 2011. Eigentlich soll es ein Tag zum Feiern sein im Hause Menz, denn in Backnang steht die Sportlerehrung an, und da räumt der sehr erfolgreiche Nachwuchs der Waldremser Judo-Familie regelmäßig Preise ab. Nur aus diesem Grund ist Tanja Menz schon etwas früher zu Hause. Als es an der Türe klingelt, rechnet sie mit anderen Familienmitgliedern, die sich noch in Schale werfen wollen. Draußen aber stehen ein Offizier der Bundeswehr und ein zweiter Mann, der auf den ersten Blick schon als Seelsorger zu erkennen ist. „Es gibt Momente im Leben, die vergisst man nie wieder“, schildert Menz diesen Augenblick, und der gehört fraglos zu dieser Kategorie.

    In den Monaten zuvor wurden die Familienangehörigen immer wieder darüber informiert, dass bei der Bundeswehr Todesnachrichten niemals über Telefon, sondern immer persönlich überbracht werden. Dieser Hinweis war nötig, weil Unbekannte zu dieser Zeit immer wieder aus fragwürdiger Motivation heraus solche falschen Hiobsbotschaften verbreiten. Als nun die beiden Offiziellen vor der Tür stehen, ist in Sekundenbruchteilen alles klar. „Die brauchten gar nichts mehr zu sagen“, erinnert sich Menz.

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  • Von Andreas Ziegele

    ASPACH. Schon vor Beginn der Bürgerinformation der Gemeinde Aspach zur Erweiterung der Hardtwaldsportplätze ließ der Aspacher Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner im Gespräch mit der Backnanger Kreiszeitung wissen, dass die Veranstaltung vage bleiben werde, aber trotzdem notwendig sei: „Wir sind in einem sehr frühen Stadium, wollten aber direkt in die Öffentlichkeit, da es schon ein wenig Unruhe in der Bevölkerung gibt“, ließ der Rathauschef wissen. Das zeigte sich dann auch am großen Interesse an der Veranstaltung in der sehr gut gefüllten Hardtwaldhalle.

    Zwei Sportplätze in der Verlängerung des bisherigen sollen es werden. Ein Kunstrasenplatz sowie ein Trainingsplatz mit echtem Rasen sind der Gegenstand der derzeitigen Diskussionen. Weinbrenner ließ auch keinen Zweifel am Bedarf: „Mit nahezu 2000 Mitgliedern ist der Fußball in Aspach eine feste Größe. 534 dieser Mitglieder sind Jugendliche unter 18 Jahren in 20 Jugendmannschaften. Dazu kommen noch fünf aktive und zwei AH-Mannschaften.

    Der jetzige Sportplatz am Hardtwald steht auf der Gemarkung der Gemeinde Pleidelsheim und diese möchte den von Aspach gepachteten Platz zurückhaben. Geplant ist, vorbehaltlich des Gemeinderatsbeschlusses, dass die Gemeinde Aspach die Sportplätze bauen wird. Dabei ist der Grunderwerb bereits abgeschlossen. Über die Höhe des Kaufpreises wollte sich Weinbrenner auf Nachfrage nicht äußern. Die Schätzungen für den Bau des Kunstrasenplatzes liegen bei rund einer Million Euro.

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  • Von Ingrid Knack

    BACKNANG. Der eine oder andere wird es kennen: Da hat man jahrzehntelang immer diesen Song gehört, wenn man völlig gut drauf war – und dann stolpert man irgendwann einmal über eine Erklärung des Titels und muss sich eingestehen: Da habe ich mich aber ordentlich verhört. Denn es geht um Trauer, Trennung oder andere Dramen auf dieser Welt – derartige Beispiele gibt es genug. Es war allein die Musik, die bei einem selbst etwas Bestimmtes anklingen ließ – Texter und Interpret aber hatten anderes im Sinn. Zu den am häufigsten missverstandenen Songs gehört „Every Breath You Take“ von Police (1983). Haben Sie ihn auch schon mal auf einer Hochzeit gehört? Sting soll den Song am Ende seiner Ehe mit Frances Tomelty geschrieben haben, er handelt von Kontrollsucht . . .

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  • Von Bernd S. Winckler

    MURRHARDT.Im Drogen- und Waffenprozess gegen einen 45-jährigen Murrhardter haben gestern die letzten Zeugen ihre Aussagen gemacht. Es war der vorletzte Verhandlungstag vor der siebten Großen Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts. Der 45-Jährige Angeklagte hat inzwischen zugegeben, in seinem ehemaligen Bauernhof seit Jahren eine Cannabisplantage betrieben zu haben. Gleichzeitig hat er auch zugegeben, dass sich mehrere Waffen in seinem Besitz befinden.

    Polizeibeamte brachten gestern einige Waffen zur Begutachtung mit in den Gerichtssaal; eine Beretta-Pistole und eine Softairwaffe. Die Waffen waren der eigentliche Grund dafür, dass die Polizei im April dieses Jahres das Anwesen des Angeklagten durchsucht hatte. Nur durch Zufall hatten die Beamten dabei dann auch die Drogenplantage entdeckt.

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  • Von Carmen Warstat

    OPPENWEILER.Mehr als acht Jahre werden seit dem Beschluss des Kirchengemeinderats zum Neubau der Orgel in der katholischen Kirche vergangen sein, wenn das Prachtstück am 10. März 2018 geweiht wird. Im Jahr 2010 stellte man einhellig fest, dass eine Reparatur der alten Orgel nicht sinnvoll, weil unwirtschaftlich wäre und entschied sich für das ambitionierte Projekt eines Neubaus.

    Es folgte unter dem Motto „Spielt dem Herrn ein neues Lied“ im März 2013 die Gründung des Orgelbaufördervereins, dessen Vorstand (Erich Apperger, Claus Schneider, Christa Hennecke, Waltraud Hanisch und Klaus Wolf) eng mit dem Kirchengemeinderat zusammenarbeitet.

    Zunächst ging es darum, Spendengelder zu generieren, denn von Anfang an stand fest, dass diese dringend benötigt würden, um das Vorhaben umzusetzen. Weiter wurde ein Orgelausschuss gebildet, der sich um die technische und musikalische Seite des Instruments zu kümmern hatte. Gemeinsam bereiste man 2013 die Umgebung, um 15 Orgeln zu besichtigen und sich mithilfe des Orgelsachverständigen der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Johannes Mayr, schlauzumachen. Im Ergebnis konnten Ende des Jahres 2013 im Lastenheft die Anforderungen an das Instrument festgehalten werden. Nun wurden verschiedene Orgelbauer kontaktiert, fünf von ihnen in die engere Auswahl genommen und ab März 2014 deren Angebote studiert.

    Die Firma des Orgelbaumeisters Tilman Trefz aus Kernen im Remstal erhielt den Zuschlag und bezifferte die Kosten zunächst auf 380000 Euro, man einigte sich schließlich auf 367000. Von diesem Betrag werden 200000 Euro aus dem Kirchenhaushalt bestritten und die restlichen 167000 Euro aus Spenden.

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  • Von Uwe Flegel

    Bei der Elf aus Großaspach läuft es gerade. 24 Punkte, neun Zähler aus den vergangenen drei Partien und Rang sechs nach 15 Spieltagen. Große Sprüche kommen von Trainer Hildmann vor dem Vergleich mit Schlusslicht Erfurt trotzdem nicht. „Die haben in dieser Saison bisher auch viel Pech gehabt“, sagt er in Richtung der Rot-Weißen aus Thüringen und macht klar, dass ihm deren Tabellenplatz eigentlich schnurzegal ist. „Wir müssen nach uns schauen, müssen unsere Tugenden abrufen. Dann können wir gegen jeden Gegner der Liga gewinnen“, sagt Hildmann und verspricht für den heutigen Heimauftritt: „Wir werden den Teufel tun und den Gegner unterschätzen.“

    Auch weil Erfurt eigentlich über einen Kader verfügt, der absolut drittligatauglich ist. Bestes Beispiel ist Angreifer Carsten Kammlott, der seit Jahren schon zu den besten Stürmern der Liga zählt. Dennoch wurde vor wenigen Wochen Trainer Michael Krämer vom bisherigen Leiter der Nachwuchsabteilung David Bergner ersetzt. Zum Positiven hat sich nichts geändert. Eventuell hat das etwas mit den Turbulenzen in der Führungsriege und den Finanzproblemen zu tun.

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  • (aho). Handball-Landesligist HC Oppenweiler/Backnang II ist mit einer Serie von sieben Siegen auf Platz zwei geklettert. Der Lohn: Der Aufsteiger darf sich auf ein Schlagerspiel beim aufstiegsambitionierten TV Flein freuen – und will dort für eine neuerliche Überraschung sorgen. „Wir können befreit aufspielen, der Druck liegt bei Flein“, sagt Spielertrainer Sebastian Forch vor der Partie morgen ab 17 Uhr in der Sandberghalle.

    Flein ist auch in Zugzwang geraten, weil es die eine Woche zuvor eroberte Spitzenposition durch eine Niederlage in Bönnigheim wieder an den TV Mundelsheim abgeben musste. Im Vorderfeld der Tabelle geht es eng her. Der TVM ist punktgleich mit dem HCOB II (beide 14:4), Flein folgt gleichauf mit Bönnigheim (12:6) auf den Rängen drei und vier.

    Beim HCOB II freut man sich über die gute Bilanz nach neun Spielen. Für die Leistung im Spiel gegen den TV Großbottwar findet Spielertrainer Forch ausnahmslos lobende Worte. „Wir haben eine Topleistung gezeigt. Unabhängig davon, ob wir mit einer offensiven oder mit einer defensiven Abwehr konfrontiert wurden, haben wir immer eine Antwort gewusst.“ Sein Team habe sich das Schlagerspiel verdient und wolle dort erneut eine gute Leistung zeigen.

    Fleins Handballer, die von Krunoslav Jelinic trainiert werden, haben zuletzt eine sportliche Berg-und-Tal-Fahrt erlebt. Spielten sie 2014 noch in der Oberliga, so ging es dieses Jahr von der Württembergliga runter in die Landesliga. Zumindest ins Oberhaus des württembergischen Verbandes will der Klub zeitnah zurückkehren, Ziel für diese Runde ist „mindestens Platz vier“.

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  • Von Lorena Greppo

    BACKNANG. Die sozialen Netzwerke gleichen einem virtuellen Lichtermeer. Im Andenken an die zweifache Mutter, die gewaltsam ums Leben gekommen ist, haben zahlreiche Menschen ihrer Trauer mit dem Bild einer Kerze Ausdruck verliehen. „Es ist so unfassbar traurig“, kommentiert eine Nutzerin auf Facebook. Der gewaltsame Tod der 22-jährigen Frau aus Strümpfelbach berührt die Menschen. Zu Tausenden äußern sie ihre Anteilnahme, wünschen den Hinterbliebenen viel Kraft und zeigen Mitleid für die zwei kleinen Kinder der Toten, die nun ohne Mutter aufwachsen müssen. „Ich habe selbst zwei Kinder und die Vorstellung, sie wären allein ohne Mama und Papa, unvorstellbar. Es lässt mich seit Tagen nicht los“, schreibt eine andere Facebook-Nutzerin.

    Bis zuletzt wurden quer durch Deutschland die verzweifelten Aufrufe der Familie nach Hilfe bei der Suche nach der 22-Jährigen geteilt. Die Hoffnung, sie lebend wiederzufinden, blieb bis zum Schluss bestehen. Bis die Polizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, man habe die Leiche der jungen Frau aus Backnang-Strümpfelbach gefunden. Offenbar wurde die junge Frau getötet, im Verdacht steht ihr 24-jähriger Ex- Freund, mit dem sie ein gemeinsames Kind hat. Es habe einen Streit um das Sorgerecht gegeben, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Laut Pressesprecher der Polizei Aalen steht der Bericht der Obduktion noch aus, man werde die Informationen aber auch erst mal nicht an die Öffentlichkeit geben.

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  • Von Kornelius Fritz

     

    BACKNANG. Mitteilungen schreiben, soziale Netzwerke checken oder schnell mal im Internet nachschauen, wann die nächste S-Bahn fährt – das gehört für viele zum Alltag. Weil das Datenvolumen in den meisten Handyverträgen aber begrenzt ist, nutzen sie dafür am liebsten eine WLAN-Verbindung. Die gibt es außerhalb der eigenen vier Wände nicht nur in Restaurants, Cafés und Geschäften, sondern mittlerweile auch in vielen Städten. In Winnenden etwa ist das kostenlose Netz schon seit April 2014 in weiten Teilen der Innenstadt verfügbar, in Waiblingen seit diesem Frühjahr.

    In Backnang konnte sich der Gemeinderat bisher nicht dazu durchringen, ein solches Netz einzurichten. Zwar stand das Thema 2015 schon einmal auf der Tagesordnung, rechtliche Bedenken und der hohe Preis sprachen damals aus Sicht der Stadträte jedoch dagegen. Für fünf Jahre hatte die Verwaltung mit Kosten von 133000 Euro gerechnet.

    Netz wird nachts abgeschaltet
    mit Rücksicht auf die Anwohner

     

    Seitdem hat sich einiges getan: Durch eine Gesetzesänderung wurde kürzlich die Haftung der Netzbetreiber reduziert. Zudem sind die Preise für WLAN-Lösungen gesunken und eine Glasfaserleitung sei nun doch nicht erforderlich, erklärte der städtische Wirtschaftsbeauftragte Ralf Binder im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Er rechnet deshalb nur noch mit Kosten von 38000 Euro.

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  • BACKNANG (kf). Einen vergnüglichen Abend hat Bestsellerautor Jan Weiler gestern den Besuchern im nur halb gefüllten Backnanger Bürgerhaus beschert. Als „Nebenerwerbswissenschaftler“ erforscht Weiler ein ganz besonderes Wesen: das Pubertier. Er selbst hat gleich zwei Exemplare davon zu Hause, in mittlerweile drei Büchern beschreibt er deren Verhaltensweisen.

    Carla ist 18, hat einen hohen Jungs-Verschleiß und verwandelt sich gerne in ein Diskutier. Nick ist 15 und würde mit seinen Kumpels gerne „Chicks klarmachen“. Leider wissen sie aber nicht, wie das geht, und so verbringen Jungs und Mädchen den romantischen Abend am Ende doch lieber getrennt. Die Szenen, die Jan Weiler schildert, dürften vielen Eltern bekannt vorkommen. Und jeder ist froh, dass er diesmal darüber lachen kann und sie nicht selbst durchleben muss. Denn der erfahrene Vater weiß: „Quäle nie ein Pubertier zum Scherz. Es könnte geladen sein.“

    Jan Weiler gehört zu den Autoren, die auch live komödiantisches Talent beweisen. Seine Lesung ist mehr als eine Aneinanderreihung von Texten. Auch die Moderationen und Überleitungen sind gespickt mit Pointen und schauspielerischen Einlagen, etwa wenn er vorführt, wie unterschiedlich seine Tochter und er ihre Smartphones bedienen – sie im Dauerstakkato, er mit vorgerückter Brille und Ein-Finger-Suchsystem. Einen besonderen Service hatte Jan Weiler auch in der Pause am Büchertisch zu bieten: „Ich signiere gerne auch fremde Bücher.“Foto: A. Becher

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  • Von Kornelius Fritz

    BACKNANG. Mitteilungen schreiben, soziale Netzwerke checken oder schnell mal im Internet nachschauen, wann die nächste S-Bahn fährt – das gehört für viele zum Alltag. Weil das Datenvolumen in den meisten Handyverträgen aber begrenzt ist, nutzen sie dafür am liebsten eine WLAN-Verbindung. Die gibt es außerhalb der eigenen vier Wände nicht nur in Restaurants, Cafés und Geschäften, sondern mittlerweile auch in vielen Städten. In Winnenden etwa ist das kostenlose Netz schon seit April 2014 in weiten Teilen der Innenstadt verfügbar, in Waiblingen seit diesem Frühjahr.

    In Backnang konnte sich der Gemeinderat bisher nicht dazu durchringen, ein solches Netz einzurichten. Zwar stand das Thema 2015 schon einmal auf der Tagesordnung, rechtliche Bedenken und der hohe Preis sprachen damals aus Sicht der Stadträte jedoch dagegen. Für fünf Jahre hatte die Verwaltung mit Kosten von 133000 Euro gerechnet.

    Netz wird nachts abgeschaltet
    mit Rücksicht auf die Anwohner

    Seitdem hat sich einiges getan: Durch eine Gesetzesänderung wurde kürzlich die Haftung der Netzbetreiber reduziert. Zudem sind die Preise für WLAN-Lösungen gesunken und eine Glasfaserleitung sei nun doch nicht erforderlich, erklärte der städtische Wirtschaftsbeauftragte Ralf Binder im Verwaltungs- und Finanzausschuss. Er rechnet deshalb nur noch mit Kosten von 38000 Euro.

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  • (mic). Oberliga: TTV Burgstetten – TTV Weinheim-West. Ein Erfolg heute gegen den Tabellenfünften wäre für Burgstettens Tischtennisfrauen zwar überraschend, aber er käme einem kleinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gleich (19 Uhr, Gemeindehalle Kirchberg). Kapitänin Jutta Ernst wäre allerdings „bereits mit einem Teilerfolg zufrieden“. Sie selbst steht beim Drittletzten diesmal nicht am Tisch. Jenny Klemann, Ines Marquardt, Andrea Winter und Elke Anders sollen es richten und vor allem die starke Spitzenspielerin der Gäste Lisa Mayer irgendwie in Schach halten.

    Landesklasse: TV Murrhardt – GTV Hohenacker. „Ich gehe von einem positiven Ergebnis für uns aus“, zeigt sich Murrhardts Asuman Atuk vor dem Heimspiel am Samstag gegen den Tabellenvierten optimistisch (17.30 Uhr, Sporthalle der Bodelschwinghschule). Die Walterichstadterinnen wollen ihre weiße Weste (6:0 Punkte) ausbauen und zu Tabellenführer Georgii Allianz Stuttgart (10:0) aufschließen.

    Bezirksliga

    Unter anderem spielen: Bettringen II – SG Weissach im Tal II (Scheffold-Turnhalle, Samstag, 15 Uhr)


    Bezirksklasse

    Unter anderem spielen: TSG Backnang – TV Murrhardt II (Tausgymnasium-Halle, Samstag, 15.30)

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  • (aho). Bezirksliga: Die Handballfrauen des HC Oppenweiler/Backnang sind spielfrei.


    Es spielen – Samstag:
    TSV Wiernsheim – HSG Strohgäu II (18), TV Aldingen – HB Ludwigsburg II (20), HC Metter-Enz – TSF Ditzingen (20.15). – Sonntag: SV Oßweil II – HSG Marbach/Rielingshausen (15.15), HSG Neckar FBH – TV Großbottwar II (17).

    Bezirksklasse: HG Steinheim/Kleinbottwar II – HC Oppenweiler/Backnang II. Trainer Julian Bäuerle lobte sein Team nach dem Sieg gegen HB Ludwigsburg III „für die bisherige Saisonbestleistung“. Torfrau Maybrit Schmid habe sich in Bestform präsentiert, die Abwehr beweglich und aggressiv agiert. Im Angriff war das Zusammenspiel von Anna-Marie Grün mit Kreisläuferin Jana Fußnegger sehr erfreulich, und die Siebenmetertrefferquote von Alessa Haßler erst recht. Er würde heute (16 Uhr, Riedhalle Steinheim) gerne nachlegen, dann würde der Siebte den Sechsten überholen. Bäuerle sieht die Favoritenrolle bei den Gastgeberinnen und hofft auf eine gute Abwehrleistung. Fraglich ist Leonie Kübler (Armverletzung).

    Es spielen – Samstag: Asperg II – TSV Bönnigheim II, HB Ludwigsburg III – Korntal, HG Steinheim/Kleinbottwar II – HC Oppenweiler/Backnang II (alle 16 Uhr), HC Metter-Enz II – SKV Oberstenfeld (16.45). – Sonntag: HSG Neckar II – TV Tamm (11).

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  • Von Lorena Greppo

     

    BACKNANG. Zigtausendmal wurde der Vermisstenaufruf nach der 22-Jährigen aus Strümpfelbach in den sozialen Netzwerken geteilt, bundesweit sorgte der Fall für Schlagzeilen und bis zuletzt hatten Angehörige und Freunde der zweifachen Mutter ihre Hoffnungen geäußert, diese bald wieder wohlauf in ihrer Mitte zu haben. Vergebens. Seit gestern Nachmittag ist gewiss, dass die junge Frau tot ist. In einem Gartengrundstück in Asperg im Kreis Ludwigsburg wurde ihre Leiche gefunden. Für die Polizei steht fest, „dass wir es mit einem Gewaltdelikt zu tun haben“, sagte der Leiter der Kriminalpolizeidirektion Waiblingen, Reiner Möller, gestern bei einer Pressekonferenz. Im Verdacht stehe der ehemalige Lebensgefährte der Getöteten, ein 24-Jähriger aus Großbottwar.

    Ex-Freund stand schon zu Beginn der Ermittlungen unter Verdacht

     

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  • Von Annette Hohnerlein

    BACKNANG. Gemeinsam tut man sich leichter. Diese Erkenntnis, die so alt wie die Menschheit ist, führte dazu, dass sich 95 Handwerker in Backnang 1848 zu einem Verein, dem heutigen Gewerbeverein, zusammenschlossen. Inzwischen gehören ihm 192 Selbstständige aus Handwerk, Handel und Dienstleistungen an, wie der erste Vorsitzende Lothar Buchfink erläuterte. Dass derzeit die Zahl der Existenzgründungen rückläufig ist, führte Buchfink darauf zurück, dass die junge Generation sehr behütet aufgewachsen sei. Dadurch hätten weniger junge Leute den Mut, neue Wege zu gehen.

    „Sie sind die Hauptpersonen in Ihrem eigenen Film“, wandte sich Annegret Eppler vom Universum-Kino bei ihrer Begrüßung an die Besucher. Und wie ein Filmproduzent Co-Produzenten an seiner Seite braucht, ist auch ein Unternehmensgründer auf Unterstützer angewiesen. Als solche stellten sich bei der 1. Start-up-Veranstaltung des Gewerbevereins mehrere Firmen vor. Jürgen Schwab von der Volksbank Backnang wies auf die Finanzdienstleistungen seines Hauses für Existenzgründer hin. Die Kommunikationsagentur bemarkenswert, vertreten durch Detlef Sanwald, begleitet seit 30 Jahren mittelständische Unternehmen.

    Volker Pohl von der Kreissparkasse Waiblingen wies auf den Rems-Murr-Gründerwettbewerb hin, der einem Start-up-Unternehmer die Gelegenheit biete, seinen Businessplan von Experten prüfen zu lassen. Die Firma PMConsulting berät kleine und mittlere Unternehmen unter anderem bei der Existenzgründung, wie Geschäftsführer Jürgen Scherzinger ausführte. Ein weiterer Kooperationspartner, die Firma Beïs Creations, zeichnete für den technischen Ablauf der Präsentation verantwortlich.

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  • Von Yvonne Weirauch

    GROSSERLACH. Der junge Mann wirkt verloren. Seine Kappe trägt er tief ins Gesicht gezogen, die Kapuze des Pullovers noch darüber. Sein Blick geht an der Kamera vorbei ins Leere. Der Rücken lehnt an einer gelben Wand, die einen neuen Anstrich vertragen könnte. Auf der Tischplatte vor ihm wartet ein Kaffeebecher. Wer ist der junge Mann? Ein Wohnungsloser? Ein Suchtkranker? Der Bildband „Menschen. Leben. Würde. Bilder vom gelebten Leben“ des diakonischen Sozialunternehmens Erlacher Höhe verrät es nicht. Das Foto wurde in einer Schwäbisch Haller Notübernachtung gemacht.

    Mitarbeiter, Bewohner, Ratsuchende – mehrere Tausend Fotos hat Fotograf Edgar Layher gemacht, war bei Standorten des Sozialunternehmens in Bad Mergentheim, Horb am Neckar, Tauberbischofsheim und Erlach unterwegs und hat Menschen in Alltagssituationen porträtiert. Eine Auswahl der Bilder wird nun auf 104 Seiten gezeigt.

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  • Von Lorena Greppo

    BACKNANG. Aus dem Klassenzimmer der 10a der Mörikeschule schallt lauter Jubel. Acht Schüler spielen mit einem zusammengeknüllten Papier Fußball, eine Mannschaft hat soeben ein Tor erzielt. Mitten im Jubel ruft Günter Menz laut: „Freeze!“ Die Schüler sollen in ihrer momentanen Position einfrieren, doch in ihrer Euphorie haben nicht alle Fußballspielenden den Ruf wahrgenommen. Da muss wohl noch ein bisschen geübt werden. Mit einer 10. Klasse sei das so eine Sache, sagt Menz. „Meistens sind die eher etwas träge.“ Nicht so jedoch die 10a der Mörikeschule. „Die sind so was von kreativ und eifrig, das hat mich richtig beeindruckt.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Eberhard Daerr leitet der Theaterpädagoge einen Workshop an der Schule im Rahmen der LiteraTour. Die Ergebnisse dieser Stunden stellen die teilnehmenden Schulen heute um 14 Uhr im Backnanger Bürgerhaus vor.

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  • Von Renate Häussermann

    ASPACH. Wollte der Aspacher Gemeinderat seine vordringlichsten Wünsche realisieren, dann müsste er bis einschließlich 2021 grünes Licht geben für Investitionen von 27 Millionen Euro. Davon 14 Millionen Euro im Kämmereihaushalt und 13 Millionen Euro für die Eigenbetriebe. „Stolze Zahlen“, sagt dazu Kämmerer Holger Dörrscheidt. Doch Bürgermeister Hans-Jörg Weinbrenner bremst sogleich: „Das ist finanziell und personell nicht zu schaffen.“ Zumindest nicht im vorgegebenen Zeitraum.

    Also müssen Abstriche gemacht beziehungsweise manche Projekte geschoben werden. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend legte die Verwaltung eine Prioritätenliste vor: Sanierungsprogramm Am Klöpferbach, Neubau Feuerwehrhaus Großaspach, Erweiterung der Conrad-Weiser-Schule, Breitbandausbau, Erweiterung Nahwärmenetz Kleinaspach, Umsetzung Wasserkonzeption, Erweiterung Sammelkläranlage Klöpferbachtal, Baugebietserschließungen, Neubau Kunstrasenplatz Kleinaspach. Was wann in Angriff genommen werden soll, werden die Gemeinderäte entscheiden.

    Recht schnell kristallisierten sich zwei Vorhaben heraus. Die Gemeinderäte konzentrierten sich auf die Erweiterung der Conrad-Weiser-Schule und den Neubau des Feuerwehrhauses in Großaspach. Unbestritten haben beide Projekte besondere Dringlichkeit.

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  • MURRHARDT (cs). „Schüler helfen Tieren“ hat sich gut vorne miteingereiht: Die Schülerfirma der Walterichschule Murrhardt ist beim Bundeswettbewerb auf den vierten Platz gekommen. „Wir hatten nicht damit gerechnet, doch so weit vorne zu landen, und freuen uns natürlich sehr“, sagt Konrektorin Alexandra Hoog.

    Zur Erinnerung: Am vergangenen Donnerstag hatte sich eine kleine Delegation – Alexandra Hoog und Iljana Ristic gemeinsam mit acht Schülern – auf den Weg nach Berlin gemacht, um dort die Schülerfirma auf einer kleinen Messe vorzustellen und auch die Projekte der anderen nominierten Wettbewerber kennenzulernen (wir berichteten). „Schüler helfen Tieren“ war von über 300 Bewerbern unter die ersten zehn Kandidaten gekommen. Nach den Präsentationen war es dann so weit, und die Murrhardter konnten im Berliner Wirtschaftsministerium den Preis samt Urkunde für den vierten Platz entgegennehmen. Gleichzeitig sah das Schüler-Lehrer-Team zum ersten Mal den Imagefilm, der über die Schülerfirma und ihr Engagement gedreht worden war. Er soll später auch auf der Homepage der Schule präsentiert werden.

    Mit der Verleihung ist außerdem das Preisgeld von 500 Euro verbunden. „Wir haben beschlossen, die Summe genau zur Hälfte für ein Tierschutzprojekt, in diesem Fall für Animal Life Sibiu, zu verwenden und die andere für die Reisekasse“, sagt Alexandra Hoog. Logischerweise hat sich die Murrhardter Delegation auch in der Hauptstadt umgesehen und unter anderem den Checkpoint Charly, die East Side Gallery, die Dokumentationsstätte Topographie des Terrors und das Holocaust-Mahnmal besucht sowie eine Stippvisite im Reichstag inklusive Glaskuppel und am Brandenburger Tor gemacht.

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  • Von Uwe Flegel

    „In einem Punktspiel habe ich noch nie rechter Verteidiger gespielt“, erzählt der 23-Jährige. Als zentraler Mittelfeldspieler oder gar als Stürmer war er in der Jugend und der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim am Ball. Und auch in den zwölf Monaten in Degerloch war der gebürtige Hannoveraner, der mit seinen Eltern bereits mit vier Jahren nach Heidelberg gezogen ist, meist in der Zentrale zu finden. So wie in Aspach beim 4:1 zum Saisonauftakt gegen Magdeburg oder beim 0:0 in Jena. Es waren bis vor Kurzem seine einzigen Einsätze für Aspach. Und das in zwölf Partien. Zufriedenstellend sieht anders aus.

    Wobei sich in der Hinsicht seit dem 20. Oktober viel geändert hat. Im Heimspiel gegen Chemnitz fand sich Thermann zum dritten Mal in dieser Saison in der Startformation wieder. Und das nicht mehr im Mittelfeld, sondern als rechter Verteidiger. Eine Position, die er nach dem 3:1-Heimsieg auch bei den 2:0- und 5:0-Erfolgen der Elf aus dem Fautenhau in Lotte und bei BremenII begleitet hat. Eine Position, auf der sich der 1,68 Meter große Kurpfälzer festgebissen hat. Dabei ist er nicht der Typ Fußballterrier, sondern ein technisch beschlagener Kicker, der „großes Spielverständnis und eine gute Spieleröffnung hat“, wie ihm sein Trainer Sascha Hildmann bescheinigt.

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  • Von Robert Steiner

    Es ist der letzte Wettkampf der Saison in Liga drei und er ist für Backnangs Turner unerwartet zu einem Turnkrimi geworden. Auch weil die TSG mehrere Gelegenheiten knapp verpasste, sich im Kampf um den Klassenverbleib rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

    Nun kommt es zum Abschluss zum entscheidenden Duell. Der Vorletzte empfängt den Letzten. Eine Konstellation, die auch entstanden ist, weil die Backnanger vergangenen Samstag bei der TG Wangen-Eisenharz am letzten Gerät, dem Reck, mit der letzten Übung die Vorentscheidung verpassten. Nun gilt es, morgen Vollzug zu melden.

    Schaut man auf die Statistiken, dann scheinen die Chancen für die Murrtaler gut zu stehen. Mit durchschnittlich 259,58 geturnten Wertungspunkten hat München 7,19 Zähler pro Wettkampf weniger geturnt als die Mannschaft der TSG. Bei den Score-Punkten hat der USC durchschnittlich 21 erzielt, Backnang dagegen hat es pro Wettkampf auf 22,5 Zähler gebracht. Werte, die aber mit Vorsicht zu genießen sind, denn aufgrund Kampfrichterentscheidungen und Taktik der Mannschaften variieren die Punkte stark. Die Backnanger haben im vergangenen Wettkampf außerdem zu spüren bekommen, wie unerwartet stark eine Mannschaft sein kann, wenn diese Angst vor ihnen hat. Die TG Wangen-Eisenharz, die sich nur einen Tabellenplatz vor Backnang befand, wusste nicht, was sie bei dem Aufeinandertreffen erwarten würde. Sie hatte viel zu verlieren, turnte aber einen starken Wettkampf und schlug die Murrtaler am Ende. So soll es morgen aus Backnanger Sicht natürlich nicht laufen und wenn, dann umgekehrt. Die Turner der TSG wollen die Liga halten. Von knapp verlorenen Wettkämpfen hat die Mannschaft genug.

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  • (fs). Auf den Heimvorteil können die Regionalliga-Volleyballerinnen der TSG Backnang am Sonntag bauen. Um 15 Uhr treffen die Murrtalerinnen in der Sporthalle in der Katharinenplaisir auf den Tabellenletzten VSG Ettlingen/Rüppurr.

    Am vergangenen Wochenende fuhr das Team um das Trainerduo Birgit Sterzel und Hans-Peter Richter den lange herbeigesehnten ersten Heimsieg in der Oberliga ein. Mit dem 3:2 gegen den TSV Burladingen eroberten die Backnanger Frauen zwei eminent wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib und stellten als Drittletzter mit nunmehr sieben Punkten auch den Kontakt zum Mittelfeld her.

    Den Rückenwind will die TSG nutzen, um am Sonntag gegen Ettlingen/Rüppurr ihren vierten Saisonsieg und den zweiten Heimerfolg nacheinander zu landen. Im Idealfall soll es gegen das Schlusslicht, das mit mageren zwei Zählern anreist, sogar den ersten Dreier geben – dafür wäre bekanntlich ein klares 3:0 oder ein 3:1 nötig. Auch wenn der Neuling aus Backnang zum ersten Mal nach dem Aufstieg als Favorit in das Spiel zu gehen scheint, dürfen die Gäste auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Im Training arbeiteten die TSG-Volleyballerinnen weiter an ihrer Feldabwehr, um noch konstanter zu werden und die Fehlerquote zu minimieren. Bis auf Tatjana Wolf sind alle Frauen dabei, für Gloria Heller hat die Partie eine besondere Bedeutung. Die TSG-Spielerin war in der vergangenen Saison nämlich für die Gäste aus dem Badischen am Ball.

    Schon heute ist Backnang im VLW-Pokal gefordert. Um 20.15 Uhr (Sporthalle Niederstetten) tritt die TSG beim Landesligisten SG Vorbach-Tauber an und will dort in die dritte Runde einziehen.

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  • Von Alexander Hornauer

    Für Jochen Bartels, den sportlichen Leiter des HC Oppenweiler/Backnang, liegen die Gründe für die sportliche Krise auf der Hand: Zehn schwache Minuten haben den Drittligisten zuletzt regelmäßig aus dem Tritt gebracht. Für den altgedienten Fahrensmann, der bei den Handballern aus dem Murrtal zuvor schon als Spieler und als Trainer am Ball war, ist klar, raus aus der Krise geht es nur gemeinsam. Dabei sieht er vor allen Dingen die Spieler in der Pflicht und erwartet Geschlossenheit innerhalb des Vereins.

    Der HCOB hat nach zwölf Spielen gerade mal fünf Punkte. Warum läuft es bisher nicht?

    Wir schaffen es nicht, über 60 Minuten eine konstante Leistung zu bringen. Wir spielen immer mit, gegen Titelaspiranten wie gegen Tabellennachbarn, haben aber regelmäßig zehn Minuten, in der sich jeder – vom Torwart über den Rückraum bis zu den Außen und den Kreisläufern – seine Auszeit nimmt. Das sind mal technische Fehler, dann wird die taktische Linie verlassen. Die Wurfquote ist oft auch nicht so, wie man es in der Dritten Liga braucht. Und wenn man zu viele Chancen liegen lässt, dann ist ein Vorsprung schnell verspielt, oder man liegt gleich deutlich hinten.

    Nun geht es zu den zu Hause unbesiegten Balingern. Wie soll gerade dort die Trendwende gelingen?

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  • Von Armin Fechter

    WEISSACH IM TAL. Bedarf gibt es auf beiden Seiten. Die Gemeinde sollte, wie Bürgermeister Ian Schölzel im Gemeinderat sagte, ihr Jugendreferat mit mindestens anderthalb Stellen ausstatten. So lautete die Empfehlung des Jugendamts. Zudem soll die Gemeinde das Referat möglichst mit einem Gespann aus einer weiblichen und einer männlichen Kraft besetzen. Bis dato ist jedoch mit Jugendtreffleiterin Jana Kriegel nur eine Person angestellt, wenn auch mit einem Stellenumfang von 100 Prozent. Im Juff bekommt sie Unterstützung von einer ehrenamtlichen Helferin und zwei Studentinnen, die wechselweise vor Ort sind.

    Jugendtreff, mobile Einsätze

    und Schulsozialarbeit

    Daneben hat Jana Kriegel aber noch ein ganzes Bündel anderer Aufgaben zu bewältigen. Dazu gehört die mobile, aufsuchende Jugendarbeit und – mit einem Stellenanteil von 30 Prozent – die Schulsozialarbeit an der Schule an der Weissach. Wobei dies als erster Einstieg gedacht ist: Die Sozialarbeiterin kommt zurzeit immer montags an die Grundschule. Langfristig sollen aber vier Vormittage abgedeckt werden. Und: Für die Grundschule Oberweissach soll auch eine Lösung gefunden werden.

    Die Kirche ihrerseits hat, wie Kirchengemeinderat Hans Ulrich Dobler erklärte, seit einigen Jahren wieder eigene Jugendgruppen. Diese werden von Studenten der Evangelischen Missionsschule Unterweissach und von ehrenamtlichen Mitstreitern betreut. Das will die Kirche nun weiter ausgestalten.

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  • Von Florian Muhl

    BACKNANG. Keine Frage. Er hat Mist gebaut, der junge Bursche, der gestern auf der Anklagebank des Backnanger Amtsgerichts saß. Und das weiß er auch. Dass er vor einem Jahr im Alter von gerade mal 18 Jahren auf dem Weihnachtsmarkt in Jux gegen ein fremdes Auto eine Flasche warf, dann gegen dessen Tür trat und dem herbei eilenden wütenden Fahrer noch eine Ohrfeige geben wollte, das alles weiß er nicht mehr.

    Kein Wunder, denn es war zuvor in der Gruppe von 15 Jugendlichen und jungen Erwachsenen reichlich Alkohol geflossen. Schnäpse. Wie viele? Das weiß niemand mehr so genau. So viele jedenfalls, dass Rettungssanitäter den Angeklagten ins Klinikum in Winnenden einliefern mussten. Dort wird nach Mitternacht – mehr als zwei Stunden nach den Vorkommnissen in Jux – noch ein Alkoholwert im Blut von 2,8 Promille gemessen. Laut Richter Hans-Peter Züfle waren es demnach zur Tatzeit „deutlich über 3 Promille“, Anklägerin und Verteidiger sprechen von „hochgerechnet 3,5 Promille“. Auch Cannabinoide sollen im Spiel gewesen sein. Im Winnender Krankenhaus ist’s dem 18-Jährigen, der solch einen Exzess offensichtlich erstmals mitgemacht hat und Trinken nicht gewohnt ist, so schlecht, dass er sich bis zum Morgen hin immer wieder übergeben muss.

    Wie reagieren die Eltern? „Sie waren nicht erfreut“, sagt der Angeklagte. Aber Vater und Mutter verurteilen ihren Sohn nicht. Im Gegenteil. Sie halten zu ihm und unterstützen ihn. Beispielsweise streckt der Vater rund 3500 Euro vor. Mit dem Betrag soll einerseits der Schaden am Auto beglichen werden und auch der Verdienstausfall des Fahrers, der nach dem Streit krankgeschrieben war.

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  • BACKNANG (pol). Hoher Sachschaden ist gestern gegen 15.40 Uhr bei einem Verkehrsunfall auf der B14 in Backnang entstanden. Ein 49-jähriger Fahrer eines Sattelzugs, der aus Richtung Stuttgart kommend in Richtung Schwäbisch Hall unterwegs war, musste zwischen der Krähenbachkreuzung und dem Abzweig Lerchenäcker plötzlich einem entgegengekommenen Fahrzeug ausweichen. Der unbekannte Überholer war mit einem dunklen Fahrzeug unterwegs und wechselte trotz des entgegenkommenden Lkw auf die Gegenfahrspur. Um letztlich einen Frontalzusammenstoß zu vermeiden, lenkte der Lkw-Fahrer nach rechts und geriet dabei in den Straßengraben, wo sowohl das Zugfahrzeug als auch der mit Kies beladene Auflieger kippten. Das Gespann kam abseits der Fahrbahn zum Liegen. Der Fahrer blieb unverletzt. Sowohl der Fahrer des dunklen Unfallverursacherautos (von dem keine nähere Beschreibung vorliegt) als auch der Fahrer des Autos, das überholt wurde, fuhren nach dem Unfall weiter. An dem Lkw entstand laut vorläufigen Schätzungen der Polizei ein Sachschaden in Höhe von rund 80000 Euro. Die B14 war an der Unfallstelle mehrere Stunden nur einspurig befahrbar. Zur Bergung des Fahrzeugs, bei der auch das THW zur Ausleuchtung der Unfallstelle eingesetzt ist, war eine kurzfristige Vollsperrung nötig. So kam es zu Behinderungen im Feierabendverkehr. Zur Klärung des Unfallgeschehens bittet die Polizei Backnang unter Telefon 07191/909-0 um Zeugenhinweise. Insbesondere von Interesse sind Hinweise auf den Verursacher beziehungsweise seines dunklen Fahrzeugs sowie vom Autofahrer, der überholt wurde. Foto: A. Becher

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  • Von Lorena Greppo

    BACKNANG. Im Vermisstenfall um die 22-Jährige aus Strümpfelbach deutet vieles auf ein Gewaltverbrechen hin. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen davon aus, dass die zweifache Mutter getötet wurde. Im Verdacht steht ihr Ex-Freund, ein 24-Jähriger aus Großbottwar im Kreis Ludwigsburg. Doch die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn von der jungen Frau fehlt weiterhin jede Spur. Zuletzt gesehen worden war sie am Mittwoch, 8. November, in Strümpfelbach. „Sie können sich sicher sein, dass wir jedem Hinweis nachgehen“, sagt der Pressesprecher der Polizei Aalen, Rudolf Biehlmaier. Verschiedene Orte seien bereits untersucht worden. „Vieles davon bekommt die Öffentlichkeit gar nicht mit“, erklärt Biehlmaier.

    Dass keine großräumige Suche mit Spürhunden gestartet wurde, hänge damit zusammen, dass die Umgebung zu weitläufig ist. „Wir können nicht einfach drauflossuchen“, sagt der Polizei-Pressesprecher. Wenn beispielsweise ein Auto, das in Verbindung mit einer Straftat steht, in einem Waldstück abgestellt worden sei, könne man jenes Gebiet durchsuchen. Derlei Anhaltspunkte gebe es aber im vorliegenden Fall nicht. Aus ermittlungstaktischen Gründen könne die Polizei zudem nicht mit allen Informationen und Hinweisen an die Öffentlichkeit gehen. Biehlmaier hofft, dass durch die enorme Aufmerksamkeit, die der Fall inzwischen auch über die Grenzen der Region hinaus erfahren hat, eventuell neue, konkretere Hinweise generiert werden können. „Dann wäre auch eine groß angelegte Suche möglich“, räumt er ein.

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  • REMSHALDEN (pol). Am Dienstagmittag ist ein bislang unbekannter Fahrer mit seinem Lastwagen auf der B29 in Fahrtrichtung Schorndorf unterwegs gewesen, als er auf Höhe der Anschlussstelle Geradstetten vermutlich einen auf der Fahrbahn liegenden Gegenstand überfuhr und sich dabei den Dieseltank beschädigte. Wegen der hierdurch verursachten Dieselspur musste ein Fahrstreifen gesperrt und mit einem Spezialreinigungsmobil gereinigt werden. Im Feierabendverkehr bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Die Polizei vermutet, dass ein auf der B29 aufgefundenes Metallrohr den Schaden am Tank verursachte. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07151/950422 bei der Polizei zu melden.

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  • Von Andrea Wüstholz

    WAIBLINGEN. „Lobenswert ist das Verhalten der Ersthelfer vor Ort zu erwähnen, die vorbildlich reagierten“ – solche Sätze kommen eher selten in einer Pressemeldung der Polizei vor. Auf der Landesstraße zwischen Hößlinswart und Berglen-Steinach war am vergangenen Mittwoch ein 21-Jähriger mit seinem Wagen in eine matschige Spurrinne geraten. Das Auto krachte in die Leitplanke. Als Rettungskräfte eintrafen, hatten sich Ersthelfer bereits um den jungen Fahrer gekümmert und alles Nötige veranlasst.

    Stabile Seitenlage

    sollte jeder kennen

    Das ist nicht der Regelfall. „Sehr häufig“ unternehmen Beobachter eines Unfalls oder Vorbeifahrende schlicht – nichts. Diese Erfahrung machen Helfer vom Roten Kreuz nicht selten, erzählt Markus Frey, Kreisausbildungsleiter beim Roten Kreuz Rems-Murr: „Man merkt dann, sie haben einfach nicht weitergewusst.“ Vor lauter Angst, etwas falsch zu machen, oder wegen eines Schocks verharren sie in Untätigkeit, während wertvolle Minuten verrinnen. „Der Notruf kommt sehr häufig spät“, so Markus Frey. „Man wundert sich dann, warum eine gewisse Zeit niemand reagiert hat.“ Gar nichts machen, das sei die schlechteste aller Alternativen, mahnt der Ausbildungsleiter.

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  • Von Steffen Grün

    Fünf Minuten bei der 0:2-Heimpleite gegen Göppingen am zweiten Spieltag – das war schon alles, was die Fans der Roten in Oberliga-Punktspielen von Alessandro Nicastro (23) zu sehen bekamen. Der vom Ligarivalen Göppingen geholte Außenverteidiger zog nach nicht einmal zwei Monaten zum Landesligisten SV Ebersbach weiter. Patrick Hirsch (26) zeigte mehr Durchhaltevermögen, nach 15 Spieltagen ohne jede Oberliga-Minute will der Innenverteidiger nun aber doch weg. „Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen“, betont Vorstandsmitglied Marc Erdmann. Im Winter kehrt Hirsch zu Bezirksliga-Spitzenreiter Germania Bietigheim zurück, der Sprung war letztlich zu groß und die Konkurrenzsituation in der Defensive zu ausgeprägt.

    Zwei Zugänge haben also nicht richtig gezündet, trotzdem fällt die Transferbilanz sehr positiv aus. Vier Neue sind in die Kategorie Volltreffer einzuteilen, angefangen bei Keeper Pascal Bertram. „Er hat uns von Anfang an überzeugt“, sagt TSG-Trainer Beniamino Molinari über den 22-Jährigen, der als Ersatz für Paul Kruse (USA- Studium) geholt wurde: „Wir sind mit den Leistungen sehr zufrieden, vor allem zuletzt gegen Pforzheim war er bärenstark.“ Bertram, der in der Vorsaison zum Kader des Regionalligisten Nordhausen gehörte, aber ohne Einsatz blieb, stand die maximal möglichen 1350 Minuten im Kasten.

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